Wie du mit der Überforderung durch Social Media umgehst

Wenn du Herzensunternehmer bist und deine Leidenschaften zu einem hübschen Gelderwerb ausbauen willst, liest du überall, dass du in jedem neuen hippen Social Media-Netzwerk aktiv sein musst. Du musst dich zeigen. Du musst deine Community finden. Du musst … du musst …

Du hast ein richtig schlechtes Gewissen, wenn du von der neuen App noch nichts gehört hast. Oder diese Anwendung dir nicht so liegt, du mit der Technik nicht klar kommst. So wirst du vielleicht nie ein erfolgreicher Unternehmer. Du bist zu schwach, wenn dich das alles überfordert.

Bist du nicht! Es ist einfach nicht zu schaffen. Irgendwann bist du völlig k. o. Und schaffst auch nichts anderes mehr, denn manche dieser Spielereien machen ja auch wirklich Spaß. Und fressen sooo viel Zeit.

Ich sage: Du musst NICHT in jedem Netzwerk vertreten sein.

Warum du aufhören solltest, es allen recht machen zu wollen, und wie du davon los kommst:

Kennst du deine Zielgruppe?

Hast du ein Bild einer Person vor Augen, wenn du einen Blogartikel schreibst? Kennst du diese oder so eine Person vielleicht sogar persönlich?

Und in welchem Sozialen Netzwerk, in welcher Gruppe oder welchem Forum wird sie aktiv sein?

Das ist die Seite, auf die du deine Energie konzentrieren solltest.

Alles andere ist Energieverschwendung.

Wäge den Nutzen ab, und den Spaß, den dir dieses Netzwerk macht.

Zeit für deinen Virtuellen Suizid

In wie vielen Social Media-Plattformen hast du dich im Laufe all der letzten Jahre angemeldet? Kennst du noch MySpace? Oder Wer kennt wen? Gibt’s die noch? Aktiv bist du hier vermutlich nicht mehr, aber du wärst überrascht, wo deine Profil-„Leichen“ noch rumliegen!

Die Lokalisten, MySpace, Wer kennt wen

Ich habe eine lange Liste von Netzwerken und Webseiten, in denen ich mich im Laufe der letzten Jahre registriert hatte. Schließlich hab ich ja auch überall gelesen, dass dies grad der neuestes Trend sei und man da unbedingt mitmachen müsste, wenn man als Unternehmer erfolgreich sein will. Mich hat das so ausgelaugt und deprimiert.

Kennst du diese Seiten noch? Affiliate Marketing-Seiten, AirDroid, Amazon-Forum, Amazon Blogs, BandPage, bit.ly, Blurb, Dawanda, delicio.us, Digg, Etsy, Evernote, Flickr, Friendscout24, Geocaching, Google+, LinkedIn, Die Lokalisten, MySpace, Wer kennt wen …

Ich bin nicht mehr auf Twitter – und ich lebe noch

Ich habe vor einigen Wochen meinen Twitter-Account gelöscht. Damit hat mich von jeher eine Hassliebe verbunden. Einige Unternehmer nutzen Twitter von Anfang an, als Twitter noch nicht so riesig und unüberschaubar war, und haben dort eine tatsächliche Community erschaffen, die einander zuhört, aufeiander reagiert und sich gegenseitig hilft.

Die Performancekünstlerin Amanda Palmer ist das beste Beispiel. Ihre Twitter-Community ist ein wirkliches Netz, das funktioniert – in beide Richtungen. Sie findet Übernachtungsmöglichkeiten für ihre Konzerte oder Babybetreuung unter ihren Twitter-Followern. Und sie hilft ihren Fans, sich zu vernetzen und zu unterstützen. (Ich empfehle sehr ihr Buch: „The Art of Asking“, in dem sie das genau beschreibt.)

Ich war zu spät eingestiegen, war nie mit dem Herzen bei der Sache, deshalb funktionierte es für mich nicht. Egal, was mir jeder Businesscoach dazu rät.

Die Biz-Plattformen LinkedIn und XING und auch Google+ bin ich ebenfalls schon länger wieder los. Dort sind einfach nicht meine Interessenten. Es fühlte sich immer aufgesetzt und wie ein Muss an, mir Beiträge dafür aus den Fingern zu saugen. Bei den Kontaktanfragen – meine und fremde – hatte ich nie das Gefühl, dass da eine echte Person dahinter steckt. Es ging immer um „Synergien“, aber man spürte kein wirkliches Interesse.

Und sogar meine Facebook-Fan-/Biz-Seite habe ich inzwischen abgeschaltet. Auch hier fühlte ich mich nie wie ich selbst, wenn ich schrieb. Es ging immer um Marketing, nicht um Kommunikation. Es kam nicht von Herzen.

Und letzte Woche hab ich mich auch aus diversen Facebook-Gruppen verabschiedet. An sich ist Aktivwerden in FB-Gruppen eine sehr gute Idee, weil sie thematisch sehr spezialisiert sind und du damit eine bestimmte Gruppe Mensch, die sich für dieses Thema interessiert, antriffst. Aber in vielen FB-Gruppen gibt es keine Kommunikation, keine Interaktion, sondern es wird immer nur (Werbung) gesendet. Ich hab das Gefühl, es wird rumgeschrien.

Es wird dir leicht fallen zu schreiben, wenn du die richtige Plattform für dich und deine Interessenten gefunden hast. Für meine Unterhaltung bin ich auf Tumblr, und für’s Biz hab ich Instagram und mein privates FB verknüpft. Dann sind da noch die von mir gegründete Facebook-Gruppe von Einfachen Leben und eine Hexenweiber-Gruppe, in der ich sehr viel Liebe und Hilfe und Miteinander unter den Frauen erlebe.

Und ich kann dir sagen: Das alles ausgemistet zu haben, das ist bis heute ein richtig guuuutes Gefühl! Ich habe die Kontrolle über meine Zeit zurück. Ich schaffe es, mich wirklich einzubringen. Und meine anderen wichtigen Aufgaben erledige ich auch noch.

Ich hab jetzt so viel mehr Energie, und ich kann mich den Seiten, auf denen ich geblieben bin, mit viel mehr Aufrichtigkeit, Hingabe, Ruhe und Liebe widmen.

Folge deinem Herzen

Es gilt wie so oft: Höre auf dein Bauchgefühl. Prüfe die Zahlen – ja. Schau, wo wirklich Interaktion mit deiner tatsächlichen Zielgruppe stattfindet. Und beschränke dich auf diese Netzwerke, wenn du dich in denen auch noch wirklich wohl fühlst und es technisch gut funktioniert für dich.

Du musst NICHT in jedem Netzwerk vertreten sein.

Ich gebe dir hier die Erlaubnis:

Du musst NICHT in jedem Netzwerk vertreten sein.Click To Tweet

Du musst nicht auf allen Hochzeiten tanzen.

Du machst das nicht für die Followerzahlen. Sondern dafür, deine Community kennenzulernen, zu vergrößern und für sie erreichbar zu sein.


 

Im „Minimalismus der Fülle“-Kurs entrümpeln wir jeden Monat einen anderen Bereich unseres Lebens. Thema im Juni: „Deine virtuellen Daten“. Der Kurs ist Bestandteil der ganzichselbst Lounge, in der du ebenfalls die #Freuberufler I und II-Kurse findest.

Hier findest du mehr Infos zur Lounge.

Als Teil der ganzichselbst Community vereinfachst du deinen Alltag, kriegst die Kontrolle in deinem Leben zurück und lebst dein Leben endlich selbst – authentisch, erfüllt, voller Liebe und Freude.

 


Dieser Beitrag wurde inspiriert durch die Blogparade „Welche Soziale Medien nutzt Du und wie sind Deine Erfahrungen damit?“ der Wunschschmiede.


 

Fühlst du dich durch Social Media überfordert?

Wie gehst du damit um?

Auf welchen Netzwerken bist du aktiv? Und aus welchem Grund? Kannst du das eine oder andere Profil löschen, um dich besser zu fühlen?