Du willst nicht nur ständig über dein Marketing nachdenken, denn das fühlt sich irgendwann nur noch manipulativ an, nicht wahr?

Du willst nicht immer nur re-agieren (überall nur die Feuer ausschlagen, wie Christine Kane es nennt).

Du willst erschaffen, kreieren, schreiben und helfen.

Du willst nicht überall werben, nur weil du könntest. Die Zeit und Energie hast du gar nicht. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, und jeder Guru sagt dir etwas anderes, wo du unbedingt sein musst.

Aber du willst aus Liebe zu deinen Interessenten und Klienten handeln, nicht aus Angst, zu wenig zu tun.

Du bist klüger. Du denkst selbst und du alleine entscheidest.

Konzentriere dich mit deiner Hände Arbeit auf wenige Orte, die du selbst in der Hand hast und steuern kannst und bringe die Interessenten dorthin, um dort deine Produkte und dich kennenzulernen und dann dort zu kaufen.


Deine Homebase: Webseite (Blog) und Mailingliste

Marketing? Das macht meine Webseite für mich.

Das sollte dein neues Credo werden.

Unser Ziel ist die automatisch verkaufende Webseite.


Deine Webseite und deine Mailingliste – das sind die Orte, auf die du dich konzentrierst. Die gehören dir (anders als ein Social Media-Profil, dessen Anbieter auch einfach mal den Betrieb einstellen kann …)

Auf deiner Webseite kreierst du deine Werke. Und dann hilfst du den Leser, sie dort zu finden.

Dabei ist klar, dass niemand, der dich kaum kennt, ein 100€-Produkt von dir kaufen wird.

Sie wollen dich und deine Arbeitsweise erst kennenlernen, Vertrauen zu dir fassen, sehen, dass es wirklich ein Angebot ist, das ihnen bei ihren Problemen helfen kann.

Und dann wollen sie das Gefühl haben, selbst entschieden zu haben, dass sie dieses Angebot kaufen, also ihr Geld investieren wollen.

 

Dein Job ist es also,

  1. die hilfreichen Angebote zu erschaffen
  2. und sie sehr vielen Interessenten zu zeigen und
  3. dich persönlich zu zeigen, um Interessenten und ihr Zutrauen zu gewinnen.

Gewinne Interessenten und mache sie behutsam aber stetig zu Käufern

Du willst dein Marketingbudget – und dazu gehört auch deine Zeit – natürlich nur dort einsetzen, wo es am ehesten die richtigen Leute erreicht. Die, die daran interessiert sind, das Produkt zu kaufen. Und die dazu auch in der Lage sind.

Schritt 1: Die Frage, die du dir beantwortest, lautet also:

Wer ist bereit und in der Lage, soviel Geld für mein Produkt zu zahlen, wie ich für mein Produkt haben will?

(Und du weißt ja, dass du Preise ansetzen musst, die dich auch gut ernähren können, ohne dass du ausbrennst.)

Wer will es haben? Wem nützt es?

Wo finde ich diese Menschen?

Danach entscheidet sich, wo und wie du wirbst.

Als wir unseren neuen Ernährungskurs „Paleo-vegetarisch“ angekündigt haben, überlegten wir uns:

Wer ist offen für paleo vegetarisch? Antwort: Menschen, die sich schon mit Ernährung befasst haben.

Wo finden wir die? Antwort: In den Biosupermärkten unserer Stadt. Und online sind die „Foodies“ auf Instagram.

Es fühlt sich so gut an, die Werbung auf die richtigen Orte zu konzentrieren, statt zu versuchen, überall mitzumischen. Es ist so viel entspannter. Und wirkungsvoller natürlich.


Dein Verkaufstrichter

Wie schon gesagt, die möglichen Interessenten, die deine Facebook-Seite oder einen Beitrag darauf „gelikt“ haben, sind noch lange nicht bereit, dir ein 100€- oder mehr -Produkt abzukaufen.

Sie kennen dich ja kaum.

Du gibst ja auch nicht einem Wildfremden so viel Geld.

Also machst du dich ihnen bekannt. Und auch das geht „automatisch“. Mit einem Verkaufstrichter.

Zuerst mal willst du viele viele immer neue Interessenten, die auf dich aufmerksam werden.

So finden dich neue Interessenten

Diese wagen Interessenten stoßen über die diversesten Orte auf dich.

Jemand erwähnt dich, weil er/sie schon bei dir gekauft hat und zufrieden war.

Oder du hast ein besonders witziges Video hochgeladen, das sich verbreitet.

Oder einen richtig hilfreichen Blogpost geschrieben.

Alles, was die Aufmerksamkeit der Menschen erregt, ist hier angesagt.

Oder was so richtig zu Herzen geht.

Diese Sachen produzierst du in deinem Blog (!) und verlinkst den dann auf den diversen Netzwerken.

Einige wenige Netzwerke bedienst du persönlich, die meisten zeigen automatisiert, was du geschrieben und kreiert hast.


Denn du hast deine Website und die ein oder zwei Social Media-Kanäle, die du persönlich fütterst, weil sie dir gut liegen, natürlich so eingestellt, dass die neuen Beiträge immer automatisch auch auf die „Massenmedien“ wie Twitter etc. geschickt werden. Das geht bei jedem Blog, bei Facebook usw.


Gute und häufig wechselnde kostenlose Inhalte (Blogposts, Videos …), die die Menschen begeistern, auf breiten Medien veröffentlicht.

Jetzt willst du diese Interessenten dazu kriegen, nicht nur „Gefällt mir“ zu klicken und dann weiterzuziehen.

Du willst, dass sie diese Sachen in ihrem eigenen Netzwerk teilen, damit du noch mehr neue Leute erreichst. Und du willst sie an dich binden, damit du sie in Zukunft gezielter anwerben kannst.

Also richtest du es so ein, dass du sie immer wieder zum Teilen aufforderst – immer wieder! (Auch deine kostenlosen kleinen E-Bücher dürfen sie verschenken, schreib das hinten ins Buch mit rein).

Und du machst es ihnen so einfach wie möglich, indem du die Teilen-Buttons sehr auffällig unter jeden Blogpost platzierst.

Und damit du sie „in die Hand“ bekommst, gibt es deine Mailingliste.


Mailingliste – freiwilliges Opt-in

Viele praktizieren es, dass sie ein „Geschenk“ – ein E-Buch, eine coachende Mail-Serie – anbieten, dieses „Geschenk“ aber nur gegen Angabe einer Mailadresse rausrücken.

Eine andere Möglichkeit ist ein freiwilliges Opt-in.

D. h., dein Geschenk können sich die Interessenten wirklich ohne jede Gegenleistung sofort runterladen, aber du weist darauf hin, dass du einen Verteiler eines wöchentlichen eZines (eines Newsletters) hast, wie er ihnen nützen kann und dass sie sich genau hier dafür eintragen und sich jederzeit wieder austragen können.

Das wird sehr häufig genutzt, und ich glaube, das gibt ein gutes Stück Vertrauen von Seiten des Interessenten.

Mailadressen sind heutzutage eine wertvolle Währung, wie du siehst. Behandle deine Mailingliste genau so.

Spamme sie nicht zu. Filtere, wer welche Werbung bekommt, nach ihren Interessen. Und biete vor allem weiterhin in den Mails viel wertvollen hilfreichen Inhalt.

Und wenn die Zeit gekommen ist, dann bewirbst du in der Mailingliste dein neues Produkt.

Man sagt, die Interessenten müssen dein Angebot 7 Mal auf unterschiedliche Weise präsentiert bekommen haben, bevor sie sich unter Umständen zum Kauf entschließen.

Dein Blog zu lesen, deine persönlichen Updates auf FB oder woanders zu lesen, noch ein weiteres kostenloses Angebot runterzuladen – all das stärkt ihr Vertrauen in dich. Zeige dich, wie du wirklich bist (und ja, auch Unternehmer dürfen mal eine Schwäche oder einen Fehler zugeben, das erst macht uns menschlich für die Leser).

Um dich weiter kennenzulernen, ist ein Testkauf zu einem günstigen Preis ein guter Weg.


Ein niedrigpreisiges Einstiegsangebot

Kannst du ein günstiges E-Buch veröffentlichen, das du über deine Webseite oder über die gängigen E-Buch-Anbieter an die Massen verkaufst?

Eine Investition von 10 oder 20€ macht man schon mal, ohne den Autoren groß zu kennen, wenn das Thema, der Einband und die Zusammenfassung Hilfe oder Unterhaltung versprechen.

Dies ist ein guter Weg, weitere neue Interessenten oder vorsichtige Käufer zu gewinnen.

Versuche auch hier wieder, die Kontaktdaten des Käufers auf deine Mailingliste zu bekommen: Biete z. B. im Buch ein extra-Download-Werkzeug an, für das sie sich in eine Mailingliste eintragen.

Die höherpreisigen Angebote bewirbst du vorrangig auf deiner Mailingliste, denn hier sind die Menschen, die dich länger kennen und dir über die Zeit auch treu geblieben sind.


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