Du weißt nicht, wo du anfangen sollst? Du reagierst nur auf alles, was so auf dich einpladdert und kommst nie zur Ruhe, um mal zu planen, Rückschau zu halten und dein Unternehmen ggf. neu einzunorden? Das kennt jeder von uns. Dafür machst du ja diesen Kurs.

Mit diesem Kurs bringst du Ordnung in dein Chaos, findest deine wirklich wichtigen Aufgaben (die Chefaufgaben – damit haben wir letzte Woche ja schon begonnen) und lernst, den Fokus auf Erfolg zu behalten (darum geht es heute und in dieser ganzen Woche).

Ich arbeite unterwegs oder in meinem Heimbüro, das gleichzeitig mein Zuhause ist, in dem ich wohne und schlafe. Das braucht schon ein wenig Organisation und Disziplin, jetzt nicht doch lieber erstmal was im Haushalt zu erledigen oder noch schnell hier und da aufzuräumen oder erstmal eine Serie zu gucken.

Meine Tage gehören meiner Arbeit. Da ich die Arbeit liebe, ist das auch nicht weiter schwierig. Trotzdem kann auch ich noch etwas mehr tun, um mich in Arbeitsmodus zu bringen. Diese Methoden habe ich im Laufe meines nun schon 12-jährigen Unternehmertums entwickelt:

Räume auf – Zen & Fokus

Jeden Morgen räume ich erstmal mein Zimmer und meinen Schreibtisch auf.

Man kann das auch abends vor dem Schlafengehen machen, das bringt einen runter und stellt einen auf die Nachtruhe besser ein, als direkt neben dem Computer einzuschlafen, was ja, wie ich hörte, auch viele Unternehmer tun.

Aber ich räume lieber morgens auf. Das klärt meinen Kopf, während ich langsam wach werde (ich brauche da immer so meine Zeit).

Räume vor dem Arbeiten deinen Schreibtisch komplett leer

Egal, was da grad noch an Papieren oder angefangenen Projekten liegt – das ist alles erstmal nicht wichtig und wird zur Seite gelegt.


Zuerst kommt die wichtigste Aufgabe des Tages

Setze dich also an deinen komplett leeren Schreibtisch. Gut, eine Tasse Kaffee steht noch mit drauf, aber ansonsten – Zen!

Hier am Schreibtisch fühle ich mich immer gleich zielstrebiger, erfolgreicher, wenn man so will, als wenn ich auf dem Sofa oder im Bett arbeiten würde.

Mache nie Termine vor 12 Uhr!! Damit du den Morgen frei hast für deinen Masterplan und die Chefaufgaben.

Und dann mache dich an deine wichtigste Aufgabe des Tages.

Die wichtigste Tagesaufgabe hast du bereits festgelegt

Du weißt nicht, was diese wichtigste Aufgabe ist? Die, die du anfangs in deinem Erfolgsplan für diese Woche, diesen Monat, dieses Jahr festgelegt hast.

Dafür haben wir diesen Plan erstellt: Damit du nicht jeden Morgen wieder neu entscheiden musst, was du tun sollst.

Kein Facebook, keine Mails, keine Anrufe … nimm dir zuallererst die wichtigste Aufgabe vor. Die, die dich wirklich zu deinem Jahres-Geschäftsziel bringt.

Aber das geht bei dir nicht? Sollst du nicht immer für deine Kunden erreichbar sein?

Nein! Du brauchst die volle Konzentration jetzt.

In ein paar Stunden widmest du dich dann entspannt dem Kundenkontakt. Denn dann hast du die größte Chefaufgabe für heute schon erledigt und wirst dich erleichtert fühlen.

Und das ist auch höflicher, weil du dich ganz ihnen widmen kannst, ohne „wichtigere“ andere Dinge im Hinterkopf.

Wenn du immer erst nach 12 Uhr erreichbar bist, werden deine Kunden lernen, deine Grenzen zu akzeptieren. Behörden haben ja auch oft mittwochs keine Sprechzeit, denn irgendwann müssen sie auch mal in Ruhe die Akten wegarbeiten können. Deine Kunden werden sich dran gewöhnen und sehen, dass sie sich auf dich verlassen können.


Schalte Ablenkungen für eine Zeit lang aus

Das ist vielleicht das größte Hindernis: Unseren Fokus zu wahren und die Produktivität zu erreichen.

Wie gesagt, jeder will was von dir, und das sofort.

Und du reagierst – und verlierst dein eigentliches Ziel aus den Augen. Und schon ist der Tag wieder rum, und nichts ist geworden. Und du bist von dir enttäuscht.

Morgens bist du am frischesten. Und wenn du zuerst die eine, wichtige Aufgabe getan hast, dann bist du viel entspannter, zufriedener, hast was erreicht, was dich wirklich voran bringt.

Wenn du sie dagegen vor dir her schiebst und ständig die „Bedrohung“ im Hinterkopf hast, dann wird der ganze Tag sich nicht gut anfühlen, und deine Arbeit wird nur halb so gut.

Schluck die Kröte jetzt.

Danach darfst du „spielen“. Da bleibt noch genügend Zeit, sich um den Alltagskram zu kümmern, auf Facebook zu quatschen, nein, mit deinen Interessenten und künftigen Käufern zu kommunizieren.

Und dafür reicht dann auch noch deine Energie, ja, du bist sogar jetzt erst richtig wach und warmgearbeitet.

Also: Schalte morgens noch nicht die vielen Ablenkungen an.

Social Media

Gehe nicht zuerst in Facebook, um wach zu werden; tu’s nicht! Dafür hast du heute Nachmittag noch ganz viel Zeit, wenn das Wichtigste erledigt ist.

Wenn du etwas zum In-Stimmung-Kommen brauchst, dann lies einen Fachartikel oder schaue dir ein Video eines deiner Unternehmenscoaches an.

Wenn du Hilfe brauchst beim Meiden all der schönen Seiten, dann installiere dir die SelfControl-App.

E-Mails

Die E-Mail-Benachrichtigungen – schließe/beende dein Mailprogramm. Mails erreichen dich trotzdem, und du bearbeitest sie sofort nachher, wenn es dir gelegen kommt, aber jetzt würden sie dich nur vom wirklich Wichtigen ablenken. So dringend, dass sie nicht ein paar Stunden warten können, sind sie nie.

Telefon, Handy

Schalte dein Handy aus. Sie können dir auf die Box sprechen, wenn es ganz dringend ist. In 1, 2 Stunden schaltest du das Handy wieder an und kannst zurück rufen.

Und das Festnetztelefon. Du kannst ja einen AB anschalten, wenn es sein muss.


So richtest du dir ein System ein, das das Denken und Entscheiden für dich übernimmt.

Damit meine ich:

  1. Erstelle dir rechtzeitig einen Plan – haben wir zu Beginn dieses Kurses getan.
  2. Lass dich an die Aufgaben erinnern. Du hast deine Termine in den Kalender programmiert.
  3. Führe den Plan durch, ohne ihn wieder umzuschmeißen. Daran machen wir uns also ab heute.

Entwickle Gewohnheiten und Rituale

Bei Ritualen denkst du vermutlich an Voodoo oder Hexenkult, aber das ist hier natürlich nicht gemeint. Ich meine, dass es sehr hilfreich für die Selbstdisziplin ist, wenn man sich Gewohnheiten aneignet, wie man gewisse Dinge erledigt, damit man nicht jedes Mal wieder neu drüber nachdenken muss.

Z. B. habe ich einige feste Regeln, die ich z. Zt. praktiziere:

Täglich zuerst an der Chefaufgabe Nr. 1 arbeiten: Derzeit die Überarbeitung eines meiner Kurse für die ganzichselbst-Lounge.

Das ist eine Aufgabe, vor der ich mich nur zu gern drücken würde, weil ich ja weiß, dass das richtig Arbeit ist.

Aber wenn ich es nicht tue, wenn ich es jeden Morgen wieder auf den nächsten Tag verschiebe, dann werden die Kurse nie fertig – und ich fühle mich schlecht. Ich werde nie bessere Inhalte über die Lounge zur Verfügung stellen. Und damit springen mir die Leser ab und es gibt schlechte Publicity.

Deshalb: Täglich 1 Stunde. (Meist schreibe ich dann sogar länger, wenn ich einmal in Fahrt bin, aber „täglich 3 Stunden“ wirkte ja noch anstrengender, wenn ich mir das als Ziel setzen würde.)

Mit solchen Zielsetzungen komme ich Schritt für Schritt, kontinuierlich und zuverlässig voran in Richtung meines Jahreszieles. Ich muss nichts in einer großen Hauruck-Aktion erledigen. Aber die Arbeit wird getan. Und dann darf ich spielen gehen.


Du hast wöchentlich immer am selben Tag wiederkehrende Aufgaben, auf deren Erledigung andere sich verlassen?

Z. B., immer mittwochs den Newsletter rauszuschicken?

Dann programmiere dir immer für Dienstag als wichtigste Aufgabe in den Kalender, den Newsletter zu verfassen.

Jetzt musst du dienstags nicht mehr drüber nachdenken, was du heute unbedingt erledigen musst. Dein Kalender sagt es dir – jede Woche zuverlässig wieder: Den Newsletter schreiben.


Genau so kannst du auch mit der wöchentlich erscheinenden Kursmail vorgehen oder mit dem immer wiederkehrenden Blogbeitrag, z. B. deinem Wochenrückblick. Am Tag vorher ist das eine deiner wichtigsten Aufgaben!

Oder – noch besser: Du bereitest die Mails für den ganzen kommenden Monat im Voraus vor. Im Block. Wenn du einmal im Flow bist, kannst du easy gleich 4 Mails oder Blogartikel verfassen. So kriegst du auch eine gewisse Kontinuität in deine Inhalte.


Gewöhne dir Gewohnheiten an. Die werden dir nach einiger Zeit in Fleisch und Blut übergehen, so dass du darüber nicht mehr nachdenken musst.

Auch, als du einen Jahresplan erstellt hast und dir genau aufgeschrieben hast, welches Produkt in welchem Monat gelauncht wird oder welche Termine in welchem Monat anliegen, hast du bereits ein System erstellt, das für dich denkt. Denn du kannst an deinem Plan genau ablesen, welche Aufgaben diesen Monat wichtig sind. Du entscheidest nicht jeden Morgen wieder neu. Ist das nicht hilfreich?!

Alles übrige darfst du erst erledigen, wenn diese wichtigsten Aufgaben getan sind. Dann kannst du deinen neuen Ideen nachkommen. Aber nicht vorher.

Du hast dir diesen Plan aus gutem Grund aufgestellt: Um deine großen Ziele zu erreichen! Dazu braucht es Konsequenz und Durchhaltevermögen.

Das macht den erfolgreichen Unternehmer aus: Langzeitplanung und Disziplin.


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