Wie kommen Leute auf deine Mailingliste? Über ein Formular auf deiner Webseite/in deinem Blog und sogar auf deiner FB-Seite.

Wir werden heute dieses Formular zusammen erstellen.

Aber erstmal: Wieso ist die Mailingliste dein wichtigstes Kapital?

Die Leute auf deiner Mailingliste haben die Mühe auf sich genommen, ein Formular auszufüllen. Das ist mehr Wert als ein „Like“ oder „Gefällt mir“ oder ein bloßer Klick auf deine Webseite, den du dann in deiner Statistik siehst. Damit schenken sie nämlich dir so viel Vertrauen, dass sie dir ihre Mailadresse anvertrauen, wodurch du direkten Zugang in ihr Postfach erhältst. Das ist schon sehr sehr viel wert. Was also wirklich etwas über die Größe deines Unternehmens aussagt, das ist die Zahl der Adressen auf deiner Mailingliste.

Du siehst, die Leute auf deiner Mailingliste interessieren sich wirklich für das, was du tust. Sie haben vielleicht schon mal etwas bei dir gekauft, und es ist wahrscheinlicher, dass sie wieder kaufen werden. Du hast sie quasi schon irgendwie an der Angel.

Und wie ich schon mal sagte: Soziale Medien können von heute auf morgen verschwinden. Deine Mailingliste liegt auf deinem eigenen Webspace. Die geht nicht so schnell verloren. Du wirst sie über viele Jahre haben, vergrößern, pflegen und nutzen.

Also: In deiner Mailingliste steckt dein künftiges Geld. Deshalb richten wir auch gleich zu Anfang deine eigene Mailingliste ein.

Und zwar so:

 


Kleiner Hinweis vorneweg: Ich hatte dir ja versprochen, dass alle Maßnahmen in diesem Kurs kostenlos sein werden, daher werde ich dir gleich erklären, wie du bei MailChimp deine Mailingliste kostenlos führen kannst.

Für den Anfang ist diese auch mehr als ausreichend. Du kannst hiermit 2.000 Adressen kostenfrei verwalten. Die muss man erst mal erreichen.

(Du kannst später immer noch deine Liste zu anderen Anbietern exportieren.)


Gehe zu www.mailchimp.com.

Hier kannst du kostenlos 2.000 Adressen verwalten und pro Jahr 12.000 Mails versenden. Das ist auch der Anbieter, den ich viele Jahre lang zufrieden verwendet habe. Und neben uns viele andere Unternehmen.

So, also: Klicke oben rechts auf „Sign up for free“.

Wenn du dem üblichen Prozedere gefolgt bist – du kennst das ja inzwischen schon, du alter Hase -, dann kommst du nach Bestätigung deiner Mailadresse wieder auf das MailChimp-Dashboard.

Hier erstellen wir deine erste Mailingliste:

Gehe im linken Menü auf „Lists“.

Klicke nun oben rechts den Button „Create List“.

Wenn du jetzt die Auswahl zwischen „List“ und „Group“ hast, wähle nochmal „Create List“.

Nun füllst du die Listendetails aus: (ich übersetze mal)

1. Zeile: Listenname (z. B. „Mailingliste“)

2. Zeile: Die E-Mail-Adresse, von der deine Mails kommen werden (deine Unternehmens-E-Mail-Adresse)

3. Zeile: Deine Absenderbezeichnung, von der die Mails kommen werden (dein eigener Name, ggf. plus Firmenname, bei mir steht „ganzichselbst | Sandra Hylla“)

In die 4. Zeile schreibst du eine kurze Erinnerung daran, wieso die Leute auf deiner Liste stehen, z. B. „Du hattest um Informationen zu meinem Angebot XY gebeten.“

Na ja, die nächsten Zeilen sind selbsterklärend.

Unten bei „Notifications“ – Benachrichtigungen, wenn sich jemand in deine Liste ein- oder austrägt – bevorzuge ich bei Eintragungen (engl. „Subscribe“) „One-by-one“. Von Austragungen (engl. „Unsubscribe“) will ich nicht informiert werden, aber das ist meine persönliche Macke.

So, jetzt noch „Save“, und dann war’s das. Hurra!

Jetzt kannst du anfangen, die Liste zu befüllen.

Wenn du schon Käufer hattest oder sonstwie schon eine Liste freiwillig (!) von den Kontakten eingetragener Kontaktdaten hast, kannst du sie in deine Mailingliste importieren. (Wenn du sowas noch nicht hast, ignoriere den Rest bis zur nächsten Überschrift.)

Am einfachsten geht der Import von einer .csv-Datei. Das ist z. B. eine Excel-Tabelle (mit einer Spalte Mailadressen, in der nächsten Spalte Vorname, in der nächsten Spalte Nachname), die du in Excel unter „Datei“ -> „Speichern unter/exportieren als“ als .csv-Datei abgespeichert/exportiert hast.

Klicke in MailChimp in dem Fenster, in dem du nun nach Erstellung deiner Liste gelandet bist, auf „Add Subscribers“, dann „Import Subscribers“.

Wähle links oben die Option „Import from a CSV or TXT file“.

Bei „Upload a file“ suche deine .csv-Tabelle auf deinem Computer. (Klicke dazu „Browse“.)

Setze das Häkchen bei „Auto-update my existing list“. Wenn du schon Daten in deiner Liste hast, dann werden die automatisch abgeglichen und ggf. ergänzt.

Jetzt drück den Knopf „Upload List“.

Nun öffnet sich die Seite, auf der du die Spalten deiner Tabelle den Feldern deiner neuen Mailingliste zuordnest (engl. „Unmatched columns“).

Wähle „Save“ bei den Feldern für E-Mail-Adresse, Vorname und Nachname. Ggf. musst du die englische Feldbezeichnung der deutschen Tabellenspaltenbezeichnung zuordnen.

Die übrigen „Columns“ (Spalten) kannst du „Skip“pen. Jetzt drücke den Knopf „Complete Import“.

Damit sollte dir nun die aktuelle Zahl der Daten auf deiner Mailingliste angezeigt werden.

Das hast du toll gemacht!

Jetzt kann deine Liste wachsen. Und damit sie das tut, kannst du

Jetzt im Menü deiner Liste auf „Signup forms“ klicken

Neben „General forms“ auf den Button „Select“ klicken.

Die auf der nächsten Seite angezeigte „Signup form URL“ markieren und kopieren

Und mit dieser jetzt in einer Mail, in einem Blogpost oder einem Facebook-Statusupdate deine Leser zur Eintragung auf deiner Mailingliste einladen. Das ist nämlich die Webseitenadresse (URL), die sie wählen müssen, um zum Eintragungsformular zu kommen.

Tipp: Klick mal auf das kleine runde Facebook-Symbol neben der Signup form URL. Hiermit kannst du sie direkt auf Facebook veröffentlichen.

Damit sie das bereitwilliger tun (sich in deine Liste eintragen), werden wir uns in den nächsten Tagen ein schönes kostenloses Angebot für sie als Geschenk überlegen.

So, ich weiß, das war jetzt eine lange Erklärung. Aber du wirst sehen, das war es wert. Du hast heute einen sehr wichtigen Schritt zum Erfolg deines Unternehmens gemacht. Hervorragende Arbeit!

Jetzt genieße deinen restlichen Tag. Wir lesen uns morgen.


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