Teil 2: Die Chefaufgaben

Falls du dich die ganze Zeit schon fragtest, was zum Teufel ich immer mit den Chefaufgaben meine: Was ist der Unterschied zwischen einem Chef und seinen Angestellten? Richtig:

Der Chef plant und leitet an, der Angestellte führt aus.

Du bist die Gründerin, der Kopf deines Unternehmens.

Nicht der ganze Kleinkram ist deine Aufgabe, sondern das große Ganze.

Du musst immer den Überblick behalten, wo dein Unternehmen steht. Denn du bist die große Visionärin der Firma. Es ist dein Baby, dein Traum, deine Vision.

Du erträumst die nächsten Ergebnisse und legst die Schritte fest, die dorthin führen.

Und dann verteilst du die Aufgaben.

Dazu musst du allerdings die Kennzahlen überblicken und erkennen, was funktioniert und was nicht. Weißt du wirklich, wo dein Unternehmen gerade steht?

Lerne Zahlen und Statistiken zu lieben

Es ist wichtig, dass du als Chefin messbare Ergebnisse festhältst und regelmäßig auswertest, damit du erkennst, welche Maßnahmen welche Erfolge bringen oder eben nicht. Dazu notierst du dir ab jetzt jeden Monat – immer am 3. des neuen Monats – die Kennzahlen und wertest sie aus.

Schreib dir das jetzt sofort in deinen Kalender. Für den ganzen Rest des Jahres.

Die Kennzahlen – das sind natürlich

  1. Die Einnahmen des Monats
  2. Die Ausgaben des Monats
  3. Die Anzahl der Adressen auf eurer Mailingliste und wie viele von denen eure Mails auch tatsächlich geöffnet und gelesen haben (das gibt die Statistikfunktion eures Mailprogramms aus)
  4. Die Zahl der Webseitenaufrufe (auch dein Webseitenanbieter hat eine Statistikfunktion)
  5. Die Followerzahlen in Social Media-Kanälen (und finde einen Weg, wie du diese Follower auf die Mailingliste kriegst)

Du kannst dir all diese Daten zum 3. des Folgemonats von deinem Assistenten zusammenstellen lassen.

Und wenn du noch keinen hast, dann wird es jetzt höchste Zeit dafür, einen einzustellen. Es geht auch ein Praktikant für die erste Zeit, nur: Sei endlich Chef! Delegiere diese Routineaufgaben an jemand anderen!

Lass ihn/sie ein Formular erstellen, das ihr jeden Monat wieder dafür verwenden könnt. Am besten ein digitales, auf das ihr alle zugreifen könnt (Google Docs bietet sich an.)

Steht es schon in deinem Kalender?

Anhand der Kennzahlen siehst du, welche Tätigkeiten wirklich etwas bringen – und welche nicht. Die letzteren kannst du ab jetzt also sein lassen. Schon hast du viel weniger zu tun. (Und ebenso deine Angestellten.)

Glücklich prokrastinieren

In den Einführungsdateien hast du schon mal von der 80/20-Regel gehört, vom Pareto-Prinzip. 20% deiner Maßnahmen bringen dir 80% deines Erfolges. Anhand deiner Kennzahlenauswertung siehst du, welche deiner 20% Maßnahmen tatsächlich deinen Erfolg bewirken.

Wenn du konsequent all die nutzlosen kleinen Dinge weglässt, die nicht wirklich was bringen, hast du mehr und mehr den Kopf frei für die wirklich wichtigen Aufgaben.

Ich wiederhole nochmal die Frage, die du dir immer stellen kannst:

Was bringt mir jetzt grad das beste Einkommen ein? Was ist dafür zu tun?

Das sollte sowas wie dein Mantra sein, wenn du mal wieder unter der Last der vielen To dos zusammenzubrechen drohst.

Und dann mache nur das. Nur das eine.

Das ist Chef-Denken und -Handeln.

Frohes Schaffen.


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