Das mit dem Entrümpeln deiner Besitztümer Stück für Stück war doch gar nicht so schwer, oder?

Heute wird’s schon interessanter:

Wie du Termine absagst, ohne andere zu verletzen

Ach, eigentlich ist auch das nur eine Frage der Übung.

Sag einfach: „Ich kann nicht.“

Erkläre nichts, finde keine Ausreden oder Entschuldigungen.

  1. Atme tief durch.
  2. Bleibe ganz bei dir.
  3. Sag einfach: „Ich kann nicht.“

Ja, dich selbst zu leben heißt, manchmal trotzig zu sein.

Aber du schuldest niemandem eine weitere Erklärung.

Wenn jetzt jemand beleidigt reagiert, dann nur, weil er/sie ent-täuscht ist. Sie haben erwartet, dass du zur Stelle bist. Sie setzen es voraus. Aber dürfen sie so über deine Zeit bestimmen? Es ist dein Recht, nein zu sagen. Dich selbst, deine Gesundheit zu beschützen. Du bist diejenige, die dafür zuständig ist.

Es ist dein Leben. Deine Zeit. Wenn du bei etwas nicht länger mitmachen willst, sag es einfach.

Lass dich nicht überreden. Denk daran, was du mit deiner Zeit lieber anfangen willst.

Es ist doch deine kostbare Lebenszeit.

Ich hab festgestellt, dass mir das mit fortschreitendem Alter immer leichter fällt. Und mit mehr Übung natürlich. Inzwischen mache ich das seit fast 15 Jahren.

Ich habe so gut wie keine Termine mehr. Nicht privat und auch nicht beruflich. Meine Tage beginnen nicht vor 12, 13 Uhr. Davor hab ich den Morgen ganz für mich und den Hund. Es geht mir so viel besser damit. Und ich muss das auch so handhaben, denn nach meinen 2 Burnouts bin ich einfach auch viel schneller erschöpft und brauche viel Zeit und Stille zum Regenerieren.

Aber ich habe mein Unternehmen, arbeite gern darin. Und kann trotzdem meine Vormittage frei nehmen. Und lange ausschlafen – jeden Tag.

Und noch ein toller Nebeneffekt: Die Leute wissen inzwischen, wie ich drauf bin. Dass ich mich öfter zurückziehe aus dem Trubel. Dass ich nicht mehr überall hin mit renne. Jetzt gehen sie öfter davon aus, dass das sowieso nichts für mich ist. Das macht’s auch leichter.

Das wirst du auch feststellen.

Und vielleicht nimmt sich ja sogar jemand an dir ein Beispiel und lässt sich auch nicht mehr so auspowern oder ausnutzen, sondern lernt durch dein Vorbild ebenfalls mehr Selbstfürsorge. Wäre das nicht wunderschön, Sandra?

Also, heutige praktische Übung: Sag einfach „Ich kann nicht.“


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