Ich hab am Anfang des Kurses gesagt, du sollst dir eine Excel-Tabelle über deine Ausgaben anlegen. Das war sehr wichtig, damit du herausfindest, welche Ausgaben du hast. (Und wo du einsparen kannst, um dir damit neue Wünsche zu erfüllen.)

Was ich damals sagte: Werde dir klar darüber, welche Einnahmen und Ausgaben du hast, wo du vereinfachen kannst und für welche Bereiche du welche Budgets und Konten brauchst.

Genau dafür war die Tabelle gedacht. Und als Simulation, um zu erkennen, welche Konten du jetzt tatsächlich eröffnest.

(Was übrigens bei einigen Banken schon bequem per Online-Banking geht.)

Lieber Kontoauszug als Excel-Tabelle

Ich sehe gern direkt anhand der angezeigten tatsächlichen Kontostände, wie viel Geld tatsächlich noch verfügbar ist. Für mich ist das die einzig realistische, glaubhafte Zahl.

Die Excel-Tabelle ist zwar auch sehr hilfreich, aber die müsste ich ja immer per Hand anpassen. (Und dabei kann ich mich selbst beschummeln ;))

Der Kontoauszug oder die Online-Anzeige ist dagegen immer direkt und real.

Konten für einzelne Sparziele oder Budgets

Deshalb habe ich getrennte Konten für die regelmäßigen Ein- und Ausgänge, Konten für einmalige Zahlungen und Konten für größere, fernere Projekte (Sparkonten).

Und meine Konten sind natürlich getrennt nach Privat und Geschäftlich.

Regeln und Arten von Konten

Ich bevorzuge es, für verschiedene Zwecke verschiedene Konten zu führen, um die Budgets schön getrennt zu halten.

Dennnoch habe ich für die Übersicht und die einfachen Geldtransfers per Übertrag:

Alle Konten (grundsätzlich) bei derselben Bank

Ich führe meine Bankgeschäfte per Online-Banking.

Dabei ist es für mich hilfreich, wenn ich alle meine Konten bei derselben Bank habe, dann sehe ich alle Geldbestände in ein und derselben Liste, und Umbuchungen gehen einfach per Kontoübertrag.

Verschiedene Konten für verschiedene Bereiche

Ich persönlich nutze folgende Kontotypen:

Girokonto

Keine Zinserträge, aber volle sofortige Verfügbarkeit und ggf. Dispokredit. EC- und Kreditkarte möglich.

Hier kommt dein Einkommen drauf, und von hier werden alle Zahlungen abgehen.

Wichtig ist, dass du keine zu großen, über das alltägliche hinausgehenden Summen hier drauf bunkerst, denn du erhältst keine Zinsen. Und es wird dir durch die Finger rinnen und einfach so irgendwie mit wegfließen, wenn du es nicht vor dir selbst in Sicherheit bringst.

Du kennst deine Wünsche und die nächsten nötigen Ausgaben. Lass jetzt gleich – am Zahltag – gewisse (Teil-)Beträge für jeden Wunsch/jede Anschaffung in einen extra Topf fließen.

Dafür eignen sich sehr gut:

Bargeld-Dosen oder -umschläge

Ich habe einige Bar-Budget-Dosen in der Schublade (andere nehmen Umschläge dafür). Für Dinge außer der Reihe, die in ein paar Wochen oder Monaten fällig werden wie etwas teurere Winterschuhe oder der Urlaub an der Ostsee.

Pro Wunsch/Sparziel eine Dose. Für Wünsche, die wir bar bezahlen werden.

Jeden Monatsanfang knappse ich gleich einen Teil meines Einkommens in bar ab und packe es in diese Dosen. So dass sich über die Monate Geld nur für diesen einen Wunsch/Zweck anspart und ich es dann zur Verfügung habe, wenn ich es brauche.

Sparbuch

Ist wohl nicht mehr zu empfehlen, aber ich hatte es halt noch; sehr geringe bis keine Zinsen, volle Verfügbarkeit; Onlinebanking möglich.

Tagesgeldkonten

Das sind die eigentlichen Budget-/Wünsche-Kontos für die größeren, entfernteren Wünsche/Zwecke.

Pro Wunsch/Sparziel ein Tagesgeldkonto. Wenn es Wünsche sind, die wir unbar bezahlen.

Ggf. noch etwas höhere Zinserträge, trotzdem jederzeit verfügbar.

Tagesgeldkonten habe ich mehrere. Sie eignen sich sehr gut zum Budget ansparen für z. B. den Sommerurlaub, die Weihnachtsausgaben oder die KFZ-Steuern, die ja nur einmal im Jahr fällig werden.

Die Summe des Wunsches hab ich durch die noch verbleibenden Monate geteilt und zahle monatlich per Dauerauftrag auf das Konto ein.

Für jeden dieser Zwecke habe ich ein gesondertes Tagesgeldkonto und einen Dauerauftrag, der monatlich gleich am Zahltag den Teilbetrag vom Girokonto hierhin überweist. Noch bevor ich das Geld vom Girokonto auf andere Weise ausgeben kann.

Sparplan/Vorsorgeflexsparen

Regelmäßige Abbuchung vom Girokonto, Zinsen und Prämie, Geld ist festgeschrieben bis zu einem bestimmtem Termin.

Sehr gut für die Altersvorsorge oder die Hochzeit/den Auszug deines Kindes.

 


Es gibt eine wichtige Ausnahme von der „Alle Konten bei derselben Bank“-Regel!

Und das ist das „Notfallkonto“.

Dieses soll eben nicht immer vor meinen Augen sein, wenn ich nachschaue, wieviel Geld mir noch zur Verfügung steht. Damit ich gar nicht erst in Versuchung komme, etwas eben mal einfach umzubuchen.

Hier habe ich einen größeren Betrag ausgelagert, der wirklich für den allergrößten Notfall ist. Und ich beschicke es auch monatlich weiter mit einem gewissen Betrag, so dass sich das noch weiter anspart.

Als so ein Notfall gilt wirklich nur etwas lebensbedrohliches. Wie eine Operation für meinen Hund (wobei ich inzwischen doch eine Hunde-Kranken-und-OP-Versicherung abgeschlossen habe). Oder für eine nötige Zahnbehandlung.

Eigentlich soll dieses Geld nie nie nie angetastet werden. Ich will immer versuchen, auf andere Weise das nötige Geld zu beschaffen, als dieses Konto hier anzugreifen.

Du glaubst nicht, wie viel abgesicherter ich mich fühlte, sobald ich dieses Konto eingerichtet und mit Geld versehen hatte!


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