Was ist finanzielle Freiheit? Ganz einfach: Mehr verdienen, als man ausgibt. Bzw. mehr einsparen als ausgeben.

So spart sich wie von selbst ein finanzielles Polster an, und man kann, wenn vielleicht auch noch nicht sofort, doch in Zukunft mit der Arbeit kürzer treten oder sich größere Wünsche erfüllen.

Das ist jedenfalls Teil 1 der Formel. Zu Teil 2 kommen wir in einer der nächsten Lektionen.

Teil 1 des Geheimnisses:

Suchen wir uns heute aber erstmal unsere ganz individuelle Einsparmöglichkeiten.

Seit einer der früheren Lektionen hast du ja schon deine Übersicht über deine persönlichen Finanzen vor dir liegen. Wie fühlt sich das an? Fühlst du dich nicht schon ein wenig freier? Es ist gut, dass du jetzt den Überblick hast. Das hast du gut gemacht!

Jetzt kannst du diese Liste nochmal nach den kommenden neuen Gesichtspunkten durchgehen:

Wo kannst du jetzt einsparen?

  • Alte Abos oder Mitgliedschaften, die du nicht mehr nutzt (Fitnessstudio!),
  • vielleicht sogar vergessene Daueraufträge,
  • unnütze oder doppelte Versicherungen,
  • den zweiten Handyvertrag …
  • Oder Ausgaben, die man verringern könnte.
  • Ein günstigerer Telefontarif z. B.

Welche Aktivitäten kannst du streichen oder durch ähnliche, aber kostenlose Varianten ersetzen?

  • (Fitnessstudio durch Joggen und Radeln in der Natur,
  • Bibliothek statt Buch-, CD-, DVD-, Computerspielneukauf …)

Ein Besuch in der Bibliothek z. B. ist wie ein Shoppingrausch, nur ohne den Kater hinterher. Fallen dir noch mehr solcher Dinge ein, für die du unnötig Geld bezahlst?

Zu deiner Motivation:

Was könntest du stattdessen mit diesem eingesparten Geld anfangen? Oder wie viele Stunden könntest du weniger arbeiten?

Du könntest die ersparte Summe DIREKT in eine Spardose geben oder auf ein neues Extrakonto umleiten. So siehst du ganz klar vor Augen, was du einsparst.

Meine Eltern und mein Partner haben in den letzten Jahren mit dem Rauchen aufgehört und führen jeweils eine Excel-Tabelle, in der die Tage gezählt werden, seit sie rauchfrei sind. Und diese Tage werden mit dem Geldbetrag multipliziert, die sie vorher täglich für Zigaretten ausgegeben hatten. Sie sind inzwischen bei mehreren Tausend Euro angekommen. Wenn sie die 6€ täglich tatsächlich auf ein Extrakonto eingezahlt hätten, hätten sie heute mehrere Tausend Euro tatsächlich zur Verfügung, statt sie irgendwo im Alltag versickern zu lassen.

Je weniger Geld du regelmäßig für Konsum benötigst, umso weniger musst du arbeiten, umso mehr freie Zeit für deine wirklichen Leidenschaften und Werte hast du.

Hab Geduld.

Das alles wirst du nicht von heute auf morgen bereinigen können, manche Kündigungsfristen dauern bis zu einem Jahr, aber bleib dran, denn es lohnt sich wirklich!

Genau deshalb kannst du diese Liste deiner Einsparungen immer wieder zur Motivation hervorholen.

Also, wo kannst du sparen? Du wirst erstaunt sein über die Summe, die zusammen kommt.

Und was möchtest du in der gewonnenen Zeit tun?

Es lohnt sich.

Ich habe 2008 mit solchen Einsparungen – und durch mit Verkäufen von überflüssigen Dingen verdientem zusätzlichen Geld – meinen Umzug von Berlin nach Dresden finanziert. Das Umzugsunternehmen selbst und das Laminat samt Verlegung hat mir das bezahlt.

12 Jahre wohnte ich dann in einem günstigeren, aber geräumigen WG-Zimmer (in Berlin hatte ich eine eigene 2-Zimmer-Wohnung), teile mir große Haushaltsgeräte mit meinen Mitbewohnern, habe eine ganze Menge überteuerter oder unnützer Verträge gekündigt und konnte dadurch ruhigeren Gewissens meinen freiberuflichen Unternehmungen und Träumen nachgehen. Weil ich nicht so hohe Beträge zum Leben erwirtschaften musste.

Wir selbst machen es möglich. Du schaffst das auch.


Zur Money Queen Bootcamp-Kursübersicht