Vermutlich fühlst du dich nicht allzu gut, wenn du an deine bisherigen Geldausgaben denkst, oder?

Wenn doch, dann prima. Dann musst du diese Lektion heute nicht mal zuende lesen. Mach dir einen schönen Tag. Ich will ja nicht davon ausgehen, dass jeder Probleme mit Geld hat.

Da das aber unser Geldmonat ist, und der eine oder andere sich schon eine bessere Beziehung zu seinem Geld wünscht, mache ich für diejenigen unter den Kursteilnehmern jetzt trotzdem mal weiter mit dieser Übung:

Umarme deine Vergangenheit – du hast es so gut gemacht, wie du konntest

Deine Geschichte ist deine Geschichte. Sie ist passiert. Du kannst sie nicht mehr ändern. Damit lebst du jetzt.

Du kannst es ab jetzt nur anders machen. Und etwas kannst du auch noch verändern:

Nämlich, wie du deine Vergangenheit siehst.

Du hast es so gut gemacht, wie du konntest.

Du hast vielleicht Schulden gemacht. Oder zumindest nie so viel verdient, wie du gebraucht hättest. Aber überlege dir mal genauer, wofür du das Geld ausgegeben hast.

Was hast du mit dem Geld angestellt? Wofür hast du es verwendet?

Hast du dir davon ein Unternehmen aufgebaut? Oder bist dafür zur Schule gegangen? Hast du einen schönen Urlaub verlebt, mit deinen Lieben? Du hast davon gelebt, richtig?

Das alles ist doch nichts Schlechtes. Es geht doch darum, sein Leben zu genießen. Es mit den Menschen zu verbringen, die man liebt. Wichtiger, als haufenweise Geld auf der Bank zu horten. Wofür soll es dort liegen?

Überdenke deine eigene Vergangenheit mit Geld. Mag sein, du hast Schulden machen müssen. Aber wofür hast du dieses Geld konkret verwendet? War es, um dir deine Ausbildung zu finanzieren? Oder dein Heim? Oder ein Auto, mit dem du auch deinen Arbeitsweg zurück legst? Oder Werkzeuge – einen Computer, eine Kamera … – für deine Arbeit? Oder einen großen Traum, z. B. diese eine Reise?

Jede Geldausgabe hat ihren Grund. Meist einen guten. Finde den guten Grund in deinen Geldausgaben, statt dich dafür zu verurteilen. Die Geldausgaben waren nötig. Der Kredit war zu diesem Zeitpunkt nötig.

Kann sein, dass du hinterher schlauer bist.

Das ist normal: Hinterher wissen wir es immer besser. Das ist so gewollt: Wir lernen aus unseren Erfahrungen.

Siehst du: Du hast es so gut gemacht, wie du zu diesem Zeitpunkt konntest. Du konntest nicht anders. Heute magst du einen anderen Weg finden, damals kanntest du ihn noch nicht.

Du machst es immer nach bestem Wissen und Gewissen. Du machst es immer – immer! – so gut, wie du kannst.

Du bist okay. Was du tust, ist okay.

Und du hast immer etwas daraus gelernt. Allein dafür war es gut, dieses Geld auszugeben, ggf. diese Schulden zu machen. Du hast Erfahrungen gesammelt. Und wenn du jetzt an diesem Kurs hier teilnimmst, dann zeigt das, dass du dich ab jetzt bewusster mit deinem Geld und deinen Dingen beschäftigen willst. Auf eine gesündere Weise. Das ist gut!

Kannst du deine Ansicht über deine gemachten Schulden in etwas Positives umkehren? Wem nützen Selbstvorwürfe? Gehen wir die Sache an, bereinigen sie und vor allem: Leben wir.

Hier der praktische Teil:

Also beantworte dir die folgenden Fragen – am besten schriftlich in deinem Tagebuch, damit du dir die Antworten, wenn dir wieder einmal Zweifel kommen, wieder vornehmen und wieder überdenken kannst (und die werden wiederkommen, denn dieses Denkmuster ist seit Jahren, Jahrzehnten in dir eingebrannt, das änderst du nicht von heute auf morgen):

  • Wofür habe ich das Geld ausgegeben?
  • Wie kann ich diese Geldausgabe wertfrei/wertneutral beschreiben?
  • Was hat mir diese Geldausgabe Gutes gebracht (ich habe mich fortgebildet, Erinnerungen mit meinen Lieben geschaffen …)?
  • Was habe ich davon gelernt?
  • Welche Werte hat mir dieses Geld gebracht?
  • Wie habe ich von diesem Geld gelebt?

Höchste Zeit für eine neue Geschichte über deine Geldvergangenheit.

(Diese Übung ist inspiriert von Kate Northrup und ihrem Buch „Money – a love story“. Kate schlägt vor: Umarme deine Vergangenheit.)

Wie klingt deine neue Geldgeschichte?

Du schaffst das auch. Alles Liebe.

Deine Sandra


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