Du hast dir das so schön vorgestellt: Arbeiten für dich selbst, nicht für einen Boss. Keiner da, der dich nervt oder drängelt oder mit Arbeit oder Geschwafel vollmüllt.

Und nun sitzt du hier – ganz allein.

Du hast irgendwann mal einen Plan aufgestellt, wie du zu deinem Ziel gelangen willst.

Jetzt hockst du hier vereinsamt Zuhause, tagein, tagaus. Und es bewegt sich einfach nichts.

Das stimmt nicht, meine Liebe.

Eine Übung, die dir zeigt, wie viel du tatsächlich schon geschafft hast, habe ich dir schon mitgegeben: Die Ta da-Liste.

Auf der du dir alles notierst, was du heute, diese Woche, diesen Monat schon erledigt hast. Im Beruflichen wie im Privaten.

Was du auch sofort tun kannst, um in Schwung zu kommen:

Zieh dich an! Im Pyjama zu arbeiten ist ja schön und gut. Ich sitze oft auf dem Bett (Tagesdecke drauf) am Laptop und schreibe und werkle vor mich hin. (So wie jetzt gerade.)

Manchmal reicht das aber nicht für den Schwung.

Manchmal muss es sich mehr nach Arbeit und Disziplin anfühlen.

Was mir dann hilft:

Ich setze mich an einen Tisch.

Klingt profan, ich weiß. Macht aber einen Riesenunterschied!

Deine ganze Haltung ändert sich sofort. Auf’s Bett gefläzt, laid back, teilnahmslos? Oder aufrecht sitzend, den Rücken unterstützt von der Stuhllehne, ganz bei der Sache?

Dabei ist es nicht so wichtig, wenn du kein richtiges Arbeitszimmer hast. Ich will gar keins. Ich hab keine Lust mehr auf so eine Büroumgebung. Uäh, da schaudert’s mich!

Der Schreibtisch Zuhause oder sogar der Küchentisch funktioniert prima. Meist reicht schon der Wechsel der Umgebung von meinem Zimmer zur Küche.

Hier kriegst du mehr das Gefühl von „Büro“.

Du kannst auch ins Café gehen, wenn du dich dort konzentrieren kannst. (Ich kann es nicht.)

Oder miete dich in einem Co-Working-Space ein. Oder – ruhiger ist es in einer Bibliothek. Vielleicht kriegst du hier Arbeitsvibes, weil du dich in dein Studium zurück versetzt fühlst, als du Hausarbeiten schreiben musstest. (Bei mir damals gab’s noch nicht mal Laptops!)

Wenn ich was schaffen muss, setze ich mich nicht auf’s Bett, sondern an einen Tisch.