Ich brauchte also einen Job für die Zwischenzeit bis zum Beginn der Yogalehrerausbildung.

Und jetzt geschah etwas, was vielleicht am allerwichtigsten war: Ich nutzte die Gunst der Stunde, mein Leben jetzt endlich bewusst so zu gestalten, wie ICH es haben wollte. Ich dachte mir:

‚Dann kannst du auch was machen, was du *wirklich* machen willst.‘

Warum wenigstens nicht einfach mal in diese Richtung gucken?!

Ich wollte schon seit über 10 Jahren „eigentlich“ mit Künstlern arbeiten.

Erlaube dir, die Dinge auf deine Weise anzugehen. Nutze solche Chancen. Werde dickköpfger, trotziger.

Ich überlegte: Wo treffe ich auf Künstler? Wie will ich mit ihnen zusammenarbeiten? Will ich selbst auf die Bühne?

Nein, ich wollte hinter den Kulissen arbeiten.

Wo z. B. ginge sowas? In einer Theaterkantine. In einer Agentur (Büro). In einem Club oder Spielort. Z. B. als Inspizientin oder Büroassistentin oder Bookerin …

Dies ist die Stelle, wo du dein „Glück“ selbst in die gewünschte Richtung lenken kannst!

Ich suchte also nach Spielorten und Ausschreibungen. Und fand sofort eine Teilzeitstelle in einer Künstleragentur samt angeschlossenem Veranstaltungsort.

Und nach einiger Zeit der Zusammenarbeit dort wurde mir klar (mit Hilfe der Chefin und ihren Connections):

Ich will eine eigene Künstleragentur.

Für Musiker und Konzerte.

Die Yogalehrerausbildung war also nur das Sprungbrett. Es war überhaupt nicht schlimm, dass aus dieser Idee letztendlich nichts wurde. Sie hatte ihren Zweck erfüllt. Ich hatte die Beamtenstelle gekündigt

Und das – die Musikagentur – machte ich: Zum Juli 2009. Für einige Jahre führte ich meine Konzertagentur „Mad4Music“ – für A Cappella-Musiker.

Haha, ich erinnere mich noch gut an dieses Gefühl! Es prickelte, ich wollte nur rennen und springen, und ein bisschen fürchtete ich auch immer, dass ich wieder aufwachen könnte im alten Mist.

Aber nee, es blieb dabei.