Hallo, ich bin Sandra.

Hundemama, Ukulele-Liebhaberin, Träume- Verwirklicherin, Zimmergärtnerin und Rumtreiberin.

Heute bin ich Mitte 40. Und lebe in Dresden mit meiner Hündin Nikita, meinem Partner, der Elbe und meinem Herzensbusiness – ganzichselbst.

Ich helfe erschöpfen Frauen beim Neuanfang. Hier kannst du mich kennenlernen.

Mein eigener Neuanfang 2008

Wieso fasziniert mich das alles so? Einfaches Leben? Selbstbestimmtheit?

Weil es meine Geschichte ist.

Ich habe es erlebt, erlebe es immer noch. Und ich möchte es teilen und Menschen inspirieren, es mir nachzumachen.

Um sich selbst zu befreien. Es ist gar nicht so schwer, wie man denkt.

Meine Geschichte – von der Beamten zur glücklichen Freuberuflerin.

Ich war zuerst eine brave Tochter, dann wurde ich eine brave Studentin (ich hatte brav auf meine Mutti gehört und das Studium begonnen, was sie sich für mich – und ihre andere Tochter – gewünscht hatte).

Aber der Job war nichts für mich. Schon im Studium kam ich nicht gut klar, und im Arbeitsleben gab es viele Probleme.

Bald zeichnete sich auch ab, dass andere junge Kollegen und ich mangels Stellen nicht mit 27 wie vorgesehen auf Lebenszeit verbeamtet werden können, und so wurden wir stattdessen „rausgegrault“ bzw. hingehalten.

Man sprach uns die Kündigung aus, aber weil wir natürlich dagegen vor Gericht zogen und sich das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht mehrere Jahre hin zog, arbeiteten wir einfach wie gewohnt weiter. Nur, dass wir immer wieder schlecht beurteilt wurden. (Denn natürlich musste man die Kündigung ja weiter unterfüttern.)

Inzwischen (ca. 2004) spielte ich mit dem Gedanken, nach Südengland auszuwandern. Dafür musste ich meinen Hausrat, meine persönlichen Sachen, die ich mitnehmen würde, radikal reduzieren.

Außerdem gab mir das Ausmisten auch das Gefühl, wenigstens einen Bereich meines Lebens selbst unter Kontrolle zu haben. Alles andere war ja immer fremdbestimmt gewesen.

Bei mir dauerte das Gerichtsverfahren gegen die Kündigung mehr als 3 Jahre. Drei Jahre, in denen ich immer wieder schlecht beurteilt wurde, außerdem täglich sehr früh aufstand und sehr spät im Bett war, weil ich mehr als 160 km pendelte.

Irgendwann forderte der Körper sein Recht, ich wurde immer öfter krank (Entzündungen, Magenkrämpfe, Migräne mit Aura, Menstruationskrämpfe, Reizdarm, Depression, Rheumatische Beschwerden – ungeklärt …) und brach schließlich mit 31 Jahren, nach 12 Dienstjahren, zusammen.

Endlich hatte ich begriffen, dass all das Kämpfen nichts bringt, dass das nicht das ist, was ich mir bis zur Pensionierung wünsche.

Also fasste ich einen Entschluss: Ich versprach mir selbst, bis nach meiner schon geplanten Reise nach Indien (Januar 2008) eine Alternative gefunden zu haben.

Und das setzte ich in die Tat um.

(Und das ist der Punkt: Du musst etwas dafür tun. In die Richtung gehen, die du willst. Von allein, vom Abwarten, wird sich nichts ändern.)

Mein Versprechen an mich selbst

Ich kontaktierte meinen Anwalt und besprach mit ihm die Möglichkeiten. Wir reichten die Kündigung ein und beendeten das Gerichtsverfahren vorzeitig zum Juni 2008 mit einem Vergleich.

Noch hatte ich keine Idee, was ich stattdessen beruflich machen wollte. Erstmal wollte ich mir Ruhe gönnen. Wir hier in Deutschland haben glücklicherweise diese Möglichkeit, und ich schämte mich nicht, sie in Anspruch zu nehmen: Hartz IV.

Ich sehe sie nicht als Schande, sondern als Hilfe. Eine Schande ist es vielmehr, wie mit vielen Arbeitnehmern hier umgegangen wird. Keine Schande ist es, dem Körper Ruhe zur Erholung zu geben. Und wenn es sein muss, mit Geld vom Staat.

Es reichte für die Miete, die Krankenversicherung war abgesichert, und Essen kaufen konnte ich mir davon auch noch. Die einfachen Bedürfnisse – und genau das wünschte ich mir: Ein einfaches Leben.

Um mich erstmal wieder selbst zu finden. Herauszufinden, wie es weitergehen soll.

Deshalb schmiss ich jetzt alles raus, was nicht einfach war: Dekogegenstände, Kleinmöbel, den ganze Stapel ungelesener Bücher (alles, was zuviel war).

Finanzielle Verpflichtungen (Abos usw.) Ich hielt mich auch von Menschen fern, die mir nicht gut taten.

Ich setzte die Pille ab.

Und ich fing an, Öko- und Minimalismusbücher zu lesen. Downshifting. Slowliving.

Ich fing an, hin zu fühlen, wie ich wirklich jeden Tag verbringen möchte.

Dabei spürte ich: Ich möchte näher bei meinen kleinen Nichten wohnen, damit ich sie aufwachsen erlebe. Wie mache ich das? Klar, indem ich in ihre Stadt umziehe.

Und ich wollte immer mit Künstlern arbeiten. Wie mache ich das?

Weiter in der nächsten Lektion: „Wie ich meine Berufung fand“.