Früher musste ich lauter Dinge tun, die mir zuwider waren.

Viel zu früh aufstehen und mich den ganzen Tag nach den Plänen anderer richten – Fahrpläne, Dienstzeiten, Versetzungen …

Mich von genervten Antragstellern am Telefon anschnauzen lassen.

Mich mit Smalltalk und Klatsch im Büro abgeben.

Mich von Vorgesetzten kleinmachen lassen.

Überwiegend sinnlose Arbeit tun.

Das allein zehrt doch schon so ungemein an unserer Energie, oder?

Zur Arbeit gehen, auch wenn ich mich nicht danach fühlte (Menstruationskrämpfe, introvertierte Phase …)

Ich hatte keine Wahl. Ich fühlte mich ausgeliefert. Festgehalten. Täglich 8 Stunden im Büro und 4 weitere Stunden im Zug. Meine schöne Lebenszeit!

Hatte keine Energie für ein Privatleben, eine Beziehung, meine Hobbies. Mit Anfang 30 war ich immer noch Single. Ich hatte einfach keine Kraft, keinen Nerv für Dating und Beziehung.

Ich wurde zunehmend häufger krank. (Das war eine Flucht in wenigstens zeitweise Ruhe, das weiß ich heute.)

Deshalb habe ich damals 2008 eine ganze Anzahl von bewussten Entscheidungen getroffen, mit denen ich meinen Bedürfnissen endlich gerecht werde, einen erfüllten friedlichen Alltag lebe und dabei auch noch meinen Lebensunterhalt verdiene.

Heute habe ich meine Tage voll im Griff

Heute kann ich jeden Morgen ausschlafen, bis mein Körper von selbst erwacht. (Und das tut er erst nach 10 Stunden.)

Heute kann ich langsame entspannte Morgen genießen. Heute kann ich der Tagesstimmung folgen.

Ich habe kein Festnetztelefon mehr und brauche es auch nicht. Ich widme mich Dingen wie der Post, Besorgungen, Emails und Leuten nur, wenn ich mich dem gewachsen fühle und vorher und hinterher wieder jede Menge Ich-Zeit habe, um aufzutanken.

Ich richte mir diese Auftank-Zeit so ein, kann sie planen.

Ich muss in meinem Business keinem steifen Dresscode folgen, sondern trage meine Lieblingskuschelkleidung den ganzen Tag – jeden Tag: Yogahosen. Oder lange Röcke, Strickjacke oder Kapuzensweater.

Jeden Vormittag und frühen Nachmittag arbeite ich an meinen Herzensprojekten. Wie diesem Programm hier.

Dort, wo ich am liebsten sein will: Bei mir Zuhause. Bei meinem Hund. Bei meinem MacBook. Bei meinem Mandelmilchkaffee.

Jeden Tag zelebriere ich die schönen Dinge in meinem Leben. Ich habe Muße, die Lichtstimmungen, den Farbwechsel der Blätter vor meinem Fenster, den Regen oder das Abendrot zu bestaunen. Vom Bett aus, wenn ich das will.

Meine kleine Dachgeschosswohnung ist mein Rückzugsort, mein Refugium

Ich umgebe mich nur mit schönen Dingen. Meine „Mansarde“ – ist das nicht ein gemütliches Wort? – ist mein Rückzugs- und Auftankort. Mein Happy Place.

Hier schlafe, wohne, arbeite und erhole ich mich.

Ich habe die laute, hektische Welt ausgesperrt, wenn sie mir zuviel wird: Die Nachrichten mit ihren Horrormeldungen, Smalltalk und gemeinen Klatsch, scheußliche „Musik“ im Radio, Werbung – jegliche unerwünschte Beschallung.

Stattdessen umgeben mich in meiner kleinen heilen Welt hier meine Räucherstäbchen, behagliche Kleidung, Lieblingssnacks.

Ich habe meine Onlineangebote im Internet bereitstehen: Meine ganzichselbst Akademie mit sämtlichem Wissen, das ich bereitstellen kann.

Die Interessenten, die sie brauchen, können sie jederzeit finden. Ich muss nicht jedes einzeln ausliefern, es erfolgt automatisch.

Das Geld geht ein, das Produkt wird ausgeliefert und kann der erschöpften Frau helfen, die es braucht.

Sie kann es weitersagen, und es kann vielen weiteren erschöpften Frauen ebenfalls helfen. Und sie verdient 35% dabei mit. (Affliate, du erinnerst dich?)

Ich wähle alle meine Unterhaltung/-en weise und bewusst.

In meinem alten Leben musste ich den Dingen immer hinterher rennen.

Meinen Haushalt, meine Wäscheberge habe ich im Griff, denn ich habe ganz viel überflüssiges Zeug ausgemistet und habe ja auch Zeit, jeden Morgen ganz in Ruhe zu waschen und aufzuräumen. Ich genieße es, es gibt mir ein Gefühl von Übersicht, Kontrolle, Sicherheit. Ich gebe meiner Wohnung Liebe damit.

In meinem alten Beruf bin ich den Dingen immer hinterher gerannt: Den Zügen, den Uhrzeiten. Ich bin nie fertig geworden mit meinen Aktenbergen. Und Zuhause wartete der Haushalt. Und der Stapel ungelesener Bücher.

Heute habe ich all diesen Stress nicht mehr, weil ich das alles aus meinem Leben rausgeschmissen habe.

Ich mache kaum noch Termine. Mein Kalender ist immer wunderbar leer. Ich unternehme nur Dinge, die ich tun will und wenn ich in Stimmung dafür bin.

Ich habe meinen Zyklus im Blick und sage Verabredungen nicht zu, wenn ich kurz vor der Regel stehe, weil ich weiß, dass ich da am liebsten Zuhause bleibe. Ja, ich habe sogar schon mal Weihnachten lieber allein mit meinem Hund verbracht, weil ich genau dann meine Tage bekam.

Mit meiner Arbeit bin ich heute – im Gegensatz zu früher im Büro – immer auf dem Laufenden, denn ich setze mir meine Ziele und Aufgaben selbst und arbeite nach dem Lustprinzip.

Mein Leben hier verläuft langsamer, und das ist sehr wohltuend.

Ich bin nicht menschenscheu, aber ich ziehe mich gern zurück. Zum Auftanken.

Ich habe keine eigenen Kinder. Auch das war eine bewusste Entscheidung. Ich habe meine kleine Wuschelhündin Nikita.

Ich bin nicht menschenscheu, aber ich ziehe mich gern zurück, wenn mir die Welt zu laut und zu viel wird.

Meine Lieblingsmenschen wohnen ganz in meiner Nähe: Meine Schwester, ihre Töchter, mein Partner.

Und ich kann auch zu Chorproben gehen oder in der Stadt unterwegs sein – alles ist da, wenn ich es will.

Schatz und ich führen eine Wochenendbeziehung. Das wollen wir beide so. Auf die Art sind wir schon seit 10 Jahren glücklich.

Unser Zusammensein ist so viel friedlicher. Jedes Treffen ist immer noch etwas Besonderes für uns. Wir entscheiden uns jedes Mal wieder neu füreinander.

Und wenn wir beisammen sind, dann sind wir auch wirklich bei einander, also präsent mit unseren Sinnen und unseren Taten. Denn unter der Woche hat jeder von uns reichlich Zeit für sich selbst.

Mein Leben ist bestimmt durch Einfachheit, Ordnung, Stille, Muße, Sicherheit, Freiraum

Einfachheit und Ordnung durch das Entrümpeln, Verkleinern, Übersichtlicher machen, das ich seit über 15 Jahren praktiziere.

Stille durch mein kleines, nach hinten ins Grüne raus gerichtete, behaglich eingerichtete Zimmer. Ein wahres Refugium, ein Platz, an dem ich mich sicher und geborgen fühle.

Muße durch meine Arbeit als Einzelunternehmerin im Heimbüro. Ich arbeite, wann ich mich dazu in der Lage fühle. Das kann auch spät nachts sein – so wie jetzt gerade -, wenn ich im Flow bin.

Oder ich kann Serien gucken, ein Nickerchen machen, mit dem Hund an die Elbe gehen, wenn ich eine Auszeit brauche. Auch mitten am Tag.

Sicherheit dadurch, dass mein Einkommen weiter fließt, während ich mich zur Erholung in meine Höhle zurückziehe oder an etwas neuem bastle. Und dass ich Vorräte angelegt habe – sei es das Gesundheitskonto für Nikita und mich, sei es ein paar mehr Lebensmittel, als ich diese Woche brauche …

Sicherheit auch durch meinen Rückzugsort – mein Zimmer. Ich muss nicht raus gehen, wenn ich mich nicht danach fühle. (Außer mal kurz mit dem Hund, aber das ist Entspannung.)

Selbstbestimmtheit: Ich habe die totale Kontrolle über meine Zeit. Ich schlafe, wenn ich müde bin. Esse, wenn ich hungrig werde. Gehe unter Leute, wenn mir danach zumute ist.

Ziehe mich zurück, wenn ich keine Energie habe. Lerne, wann immer ich mich inspiriert fühle. Kreiere Produkte, die mir Geld einbringen und Sinn haben, weil sie anderen Menschen helfen.

Freiraum auch, weil ich genau die Dinge und das Essen kaufe, die gut für mich sind. Und weil ich meinen Liebsten an den Wochenenden treffe und so die ganze Woche über sehr viel Zeit für mich selbst habe. So bekomme ich das beste aus beiden Welten.