Ganz gleich, wie beschwerlich das Gestern war,
stets kannst du im Heute von neuem beginnen.
(Sprichwort aus China)

Ich habe eine Liste im Handy, gleich auf der Startseite, auf der ich ein paar Affirmationen und Wünsche an jeden neuen Tag notiert habe.

Die lese ich mir morgens noch im Bett durch – da muss ich noch nicht mal wach genug sein, um selbst zu denken – , und schon bin ich wirklich froher gestimmt.

  • Danke, ein Geschenk! Ein neuer Tag!
  • Ich verbringe den Tag gesund. Meine Lieben auch.
  • Ich durfte wieder lange schlafen.
  • Ich darf langsam aufwachen.
  • Ich spüre heute Freude.
  • Ich treffe heute nette Menschen.
  • Ich trinke Milchkaffee.
  • Ich spüre Wärme.
  • Ich lache.
  • Ich kann mir ganz viel Zeit lassen.
  • Ich kann liegen bleiben und einen Vortrag hören.
  • Oder einem Hörbuch lauschen.
  • Ich kann lesen. So lange ich will.
  • Nichts ist gerade wichtig. Nur, dass ich mich grad wohlfühle.
  • Ich habe den ganzen Tag Zeit.
  • Vertrauen, loslassen, Hingabe.
  • Ich erlebe Genüsse.
  • Ich spüre mich selbst.

Du kannst sie dir hier raus kopieren in eine Notiz in deinem Handy. Dann helfen sie dir ebenfalls, jeden Morgen positiver zu erleben.

Diese Affirmationen machen mich täglich, allmorgendlich gelassener. Ich habe wirklich den ganzen Tag Zeit! Und dieser Tag ist ein Geschenk! Ich bin gesegnet.

Und abends gehe ich die Affirmationen nochmal durch. Das lässt mich die kleinen Freuden besser erkennen. Ich erkenne, dass es ein guter Tag war.

Es gibt keinen, der nichts erlebt, aber viele, die nichts davon merken.
(Curt Goetz)

Und wo du jetzt schon weißt, wann du am besten arbeitest, solltest du auch noch wissen, was zu tun ist, findest du nicht? Denn lange nicht alles, was auf unseren Listen steht oder an vermeintlichen Verpflichtungen reinkommt, ist auch wirklich notwendig.

Deine To Do-Liste ist praktisch als Gedankenstütze, und um die kreiselnden Gedanken aus dem Kopf zu bekommen. (Ich kann manchmal nachts so lange nicht schlafen, bis ich mir alles aufgeschrieben habe.)

Aber nicht jede Aufgabe musst du auch tatsächlich erledigen.

Vom Ziel haben viele Menschen ein Begriff,
nur möchten sie es gerne schlendernd erreichen.
(Johann Wolfgang von Goethe)

Ich bin sehr für Ziele, aber ich bin auch dafür, das Blümchenpflücken am Wegesrand zum Ziel nicht zu vernachlässigen. Was also hat Goethe gegen das Schlendern?

Schlendere. Entdecke die kleinen Freuden im Alltag. Die machen das Leben erst lebenswert. Das ist das Glück, das du dir erhoffst.

Das gilt ganz besonders, wenn wir unsere Woche planen.

Dazu mehr in den nächsten Lektionen.