Kennst du die Aussagen: „Man müsste sich mal wieder treffen.“ Oder „Wann sehen wir uns denn mal wieder?“

Irgendwie wird’s dann doch nie. Aber wenn du gleich bei einem Treffen das nächste festmachst oder einen festen wiederkehrenden Termin dafür einrichtest, ist das Problem ein für alle Mal beseitigt.

Z. B.: Schon seit dem Studium – sonntags nach der „Lindenstraße“ rief mich meine Mutter an. Jede Woche, 20 Jahre lang.

Oder: Jennifer Lee vom Right-Brain Business Plan hat ihren Selfcare-Friday. Jeden Freitag plant sie bewusst einige Stunden für sich selbst ein: Ein Spaziergang im Wald mit ihrem Hund. Eine Massage. Ein Buch, das nichts mit der Arbeit zu tun hat …

So ein freier Tag darf ruhig auch unter der Woche sein. (Oder wenigstens ein paar freie Stunden, an denen du für niemanden zur Verfügung stehen musst außer für dich selbst.) Dann fühlt es sich noch mehr wie Luxus an. Luxus, den du dir leistest, wohlgemerkt. Denn du verdienst ihn!

Und wenn bei dir partout kein Wochentag geht, dann nimm dir den Sonntag Abend. Denke über die vergangene Woche nach. Plane die neue Woche (auch den Essen- und Einkaufsplan – solche Planung beruhigt den Geist und spart dir sehr viel Nerven und Zeit dann in der Woche.) Oder nimm ein Bad, meditiere vor einer Kerze. Tue einfach etwas Ruhiges, was dir richtig gut tut.

Dein Selfcare-Tag

Gibt es Zeiten in eurer Woche, in denen du allein Zuhause bist? Eine Stunde, bevor der Rest der Familie aufsteht, vielleicht? Oder wenn deine Kinder und dein Mann zum Training außer Haus sind?

Nutze diese kostbaren Stunden für dich selbst. Nicht, um die liegen gebliebene Hausarbeit aufzuholen oder das Abendessen zu kochen, sondern nimm dir frei. Das brauchst du! Das wird dir und deiner Familie gut tun.

Du kannst da z. B.

  • Tagebuch schreiben
  • Tagträumen
  • Spazieren gehen, ganz allein
  • ein Nickerchen machen
  • eine Meditations-CD hören
  • ein langes Bad nehmen
  • einen Kurs belegen – wolltest du nicht immer schon mal – nur aus Spaß – Japanisch lernen?

Unser Familien-Dienstag

Mir ist es sehr wichtig, ein oder zwei Tage in der Woche mit meiner Familie und meinen Freunden zusammen zu sein. Menschen gehen bei mir immer vor. Sie sind das Wichtigste in meinem Leben.

Da meine Schwester und ihre Familie die Wochenenden für Familienaktivitäten nutzen und ich ja auch meinen Liebsten haben, dem meine Wochenenden nun „gehören“, haben meine Schwester und ich uns den Dienstag für unsere gemeinsame Zeit freigehalten.

Als die Nichten noch klein und die Schwester bei ihnen Zuhause war, trafen wir uns jede Woche zu diesem festen Termin, waren in der Yogastunde, kochten zusammen, redeten – ich habe in den letzten Jahren festgestellt, wie sehr mir – trotz der sehr gut laufenden Beziehung zu meinem Partner – die Frauengespräche fehlten – und hängen rum.

Früher den ganzen Tag, heute, da dort alle wieder außer Haus gehen, ab 17 Uhr zum Abendessen und Filmgucken.

So kann ich gleichzeitig meine Schwester mit den Kindern unterstützen – was ich liebe. Das ist fast wie ein Praktikum in einem anderen Leben, als Mutter.

Am kreativsten und produktivsten dagegen bin ich, wenn ich mir selbst erlaube, mal gar nichts zu tun, also z. B. an den Wochenenden – oder immer öfter auch mal einfach an einem Wochentag.