* „frei“ heißt hier nicht „frei machen“ im Sinne von Urlaub, sondern im Sinne von Freiheit. Frei gestaltet, nach meinen Bedürfnissen.

Da ist – flexible – Freizeit reichlich inbegriffen, aber ich arbeite auch. Gern. Und reichlich.

In dieser beispielhaften Woche aus der Zeit, in der ich noch eine Konzertagentur hatte, habe ich am Montag – meinem Urlaubstag! (ja, ich gebe mir selbst Urlaub! Dazu kommen wir noch.) – 1,5 Stunden gearbeitet.

Am Dienstag von 10 bis 12:45 Uhr gearbeitet und dann meiner Freundin, die ich höchstens ein Mal im Jahr sehe, und ihrer Familie meine Stadt gezeigt. Ab 21:45 Uhr arbeitete ich dann noch bis 1:30 Uhr morgens. Weil mir danach war. Weil ich inspiriert war.

Am Mittwoch schlief ich bis 13:30 Uhr, arbeitete insgesamt nur eine halbe Stunde und ging abends zur Chorprobe.

Am Donnerstag Morgen hatte ich einen Yogakurs und verbrachte den Tag – wie jeden Donnerstag – mit meiner Schwester und ihrer Familie. Zwischendrin las ich eine Viertelstunde lang die kostenlose Wochenzeitung. Das war die ganze Arbeit für diesen Tag.

Am Freitag stand ich extra früh – gut, um 8 – auf, um noch 1,5 Stunden Zeit für einige Büroerledigungen zu finden, bevor ich meiner Schwester mit ein paar Dingen half. Nachmittags ruhte ich aus. Von 21 bis 2 Uhr hatte ich ein Netzwerktreffen.

Für Wochenenden plane ich grundsätzlich keine Arbeit ein. Mein Kalender hat für Wochentage ein Feld für MITs –
Most Important Tasks. Am Wochenende nicht. Dieses Wochenende war ebenfalls total unverplant.

Es ergab sich, dass ich am Samstag 6 Stunden arbeitete und um 21 Uhr ins Bett ging. Am Sonntag stand ich um 13 Uhr auf und arbeitete ebenfalls rund 6 Stunden.

(Ja, ich sagte, ich plane nichts für’s Wochenende. Wenn es mich aber „überkommt“, dann arbeite ich durchaus an Wochenenden. Ich nutze es sehr gern, wenn die Muse mich küsst und ich nicht grad Wichtigeres – also mit Menschen zusammensein – zu tun habe.)

In dieser ganzen Woche habe ich also mehr als 40 Stunden gearbeitet, was beinahe doppelt so viel ist wie in den Wochen davor, und das trotz der Prämisse, vor allem auszuruhen und Kraft aufzutanken. Und es fühlte sich auch überhaupt nicht wie Arbeit an.

Und jetzt erstelle ich noch spontan diesen Kurs.

Wie hab ich das alles gemacht? Wie hab ich die Energie dafür aufgebracht? Es ist keine Zauberei. Noch war es schwierig. Ich werde es erklären. Dann kannst du es nachmachen.