Deine vermeintlichen Zwänge sind fast nie wirkliche Zwänge. Ich weiß das aus Erfahrung.

  • Ich habe eine Beamtenlaufbahn hinter mir gelassen.
  • Ich habe meinen Wohnort geändert.
  • Ich habe Möbel verschenkt und bin hier in eine schöne WG gezogen.
  • Ich habe Beziehungen beendet und Verpflichtungen gekündigt.
  • Ich habe mich zur Konzertagentin und später zur Autorin entwickelt, obwohl ich ursprünglich eine völlig andere Ausbildung hatte.
  • Ich habe ein eigenes Café eröffnet. Wer hätte das früher, als ich Rechtspflegerin war und voraussichtlich bis 2041 hätte in diesem Beruf bleiben sollen, von mir gedacht?!

Auch du kannst deine vermeintlichen „Zwänge“ auflösen, wenn sie dir nicht mehr gut tun. Behutsam, Stück für Stück. Und ggf. mit Hilfe von Fachleuten. (Ich hatte einen Anwalt, ich hatte Coaches, hab Behörden um Rat gefragt, hatte Vorreiter, die das, was ich vorhabe, schon geschafft haben …)

Meiner Meinung nach sind nur pflegebedürftige Verwandte ein wirklicher Zwang.

Deine minderjährigen Kinder oder deine kranken Eltern kannst du natürlich nicht abstoßen (bei pflegebedürftigen Verwandten gibt es tatsächlich fachkräftige Hilfe – du musst nicht alles allein schaffen; sie haben das Fachwissen), aber alles andere kannst du verändern.

Und wenn deine Kinder größer werden, darfst du sie von der Leine lassen.

Du kannst einmal eingegangene Verpflichtungen hinter dir lassen, wenn sie dir nicht mehr passen.

  • Du kannst dich z. B. bei der nächsten Vorstandswahl nicht mehr aufstellen lassen.
  • Du kannst Abonnements kündigen und damit Geld einsparen.
  • Du kannst aus dem „Teufelskreis“, jedes dritte Jahr ein neues Auto haben zu „müssen“, weil die Nachbarn auch eins haben, aussteigen.

Das alles geht! Einfach mit deiner Entscheidung.

Du kannst dein Leben, deinen Alltag umgestalten, jederzeit, jeden Tag.

Ich hab das 2008 in allen Bereichen getan: Neue Stadt, neue Wohnsituation (WG), neue Ernährung, neue Arbeit.

Ich hab mein Leben – meinen Alltag! – endlich so gestaltet, wie ich es eigentlich haben will.

  • Du kannst, weil du jetzt weniger Geld verbrauchst, deine Arbeitszeit auf 30 Stunden zurückschrauben.
  • Oder, weil du immer gemobbt wirst, den Job kündigen und dir einen besseren suchen. Die gibt es, vertrau mir.

Sag dir immer wieder: „Darunter tue ich es nicht mehr. Das mache ich nicht mehr mit. Dafür bin ich mir zu schade.“

Und wenn du am Ende zufrieden sterben willst, dann musst du das auch. Es liegt bei dir.

Es ist Arbeit, und es wird manches Mal im Herzen weh tun oder einige Mitmenschen enttäuschen, aber diese Arbeit ist notwendig, wenn du dein Leben zufrieden führen willst.