Wo arbeitest du?

Hast du einen Schreibtisch? Ein Büro, dessen Tür du hinter dir schließen kannst?

Wie fühlst du dich dort, wo du arbeitest?

Welchen Stellenwert hat deine Arbeit in deiner Wohnung?

In meinem Alltag war meine Arbeit früher offenbar gar nicht vertreten.

Ich wohnte in einer 3er WG im kleinsten Zimmer (das ich liebte).

Ich hatte einen Schreibtisch, der war aber mini. Und ich hab ihn zum Arbeiten nie verwendet.

Irgendwann war der auch vor zur Tür „gewandert“ – fast schon auf dem Weg, ganz rausgeworfen zu werden.

Präsent in meinem Zimmer waren mein Bett, mein Hund und die Aquarien.

Ich arbeitete auf dem Bett sitzend. Das mit einer Tagesdecke geschützt ist. Hier verbrachte ich wirklich den Großteil meines Tages. Mein Hund lag bei mir. Ich hatte den Laptop auf dem Schoß. Und meine große Kaffeetasse neben mir.

Manchmal saß ich am Küchentisch, wenn ich mich nach „Arbeit“ fühlen wollte.

Ich wollte zwar erfolgreich sein. Aber ich wollte nicht „arbeiten“ – so wie man das im herkömmlichen Sinne sieht:

Quälerei. Das Gegenteil von Freiheit. Festgehalten sein. Dinge tun müssen, die ich nicht tun will. (Anrufe, …)

Also wollte ich auch keine typische Büroumgebung.

In meinem Heim. Meinem Refugium. Geht es dir genau so?

Wieso willst du deine Arbeit nicht so sichtbar in deinen Räumen haben?

Bist du entmutigt? Läuft dein Geschäft nicht so, wie du es dir wünschst? Und das deprimiert dich?

Ich habe, wenn ich „Büro“ höre, immer noch die Büros an meinem früheren Arbeitsplatz vor Augen.

Ich habe im Gericht gearbeitet. Und auf jedem Amt, auf dem ich seitdem war, fand ich die selben tristen Arbeitsplätze mit den selben kleinen Versuchen, diese Räume etwas persönlicher zu machen (dem Kalender mit dem Palmenstrand oder dem Bach an der Wand, die „lustige“ Diddl-Kaffeetasse.)

Seitdem verabscheue ich diese Drehstühle. Aktenberge. Telefone.

In solchen Räumen überkommt mich jedes Mal wieder das alte Gefühl der Trostlosigkeit, das ich damals in meiner eigenen Beamtenzeit hatte.

Ich bekomme Mitgefühl mit den Sachbearbeitern, die an diesem Platz arbeiten (obwohl viele von ihnen vermutlich sehr zufrieden mit ihrem Arbeitsalltag sind, aber ich kann das einfach nicht gut trennen in meinem … Herzen).

Ich sitze nicht gern auf einem Stuhl. Ich bevorzuge Sessel, Sofa oder Bett.

Deshalb widerstrebt mir die Einrichtung eines typischen Büros.

Aber vielleicht geht es dir da anders.

Brauchst du eine Büroumgebung, um produktiv zu sein?

Und wir dürfen uns unser Büro ja auch individuell aussuchen und einrichten – wir sind ja unsere eigenen Chefnnen.

Wie willst du denn arbeiten? Also welche Tätigkeiten willst du ausüben?

Fühle in dich hinein. Du spürst deine Wahrheit. Erlaube dir, sie wahrzunehmen und zu leben.

  • Ich will schreiben. Kurse veröffentlichen. An meinem MacBook.
  • Ich will in meinen Programmen mmit den Teilnehmerinnen „quatschen“. (In den jeweiligen Kommentaren.)
  • Ich kann und will selbst meine Webseiten bearbeiten. Und die von Herzens-Klientinnen.
  • Von Zuhause aus.
  • Bei meinem Hund.
  • Meiner Tasse Kaffee.
  • Meinem eigenen Tagesablauf. Mit langsamem Morgen.

Auf alles andere hab ich keine Lust.

Für alles andere bin ich auch nicht mehr geschaffen.

Was wäre die maßgeschneiderte Arbeitsplatzlösung für dich?

In welchem Zeitraum des Tages arbeitest du am besten?

In welchem Raum? Oder an wechselnden Orten?

Für mich ist immer noch ein Pop-up Büro die richtige Lösung. Das ich dort aufbaue, wo ich gerade sein will. (Aber auf dem Balkon arbeitet es sich nur bedingt gut. Da blendet die Sonne. Und in einem Café ist es mir zu unruhig.)

Was braucht dein Büro?

Eine Tür, die du hinter dir zu machen kannst, damit deine Familie deine Arbeitszeit auch respektiert und als richtige Arbeit ansieht, nicht als: Ein bisschen Zuhause rumwurschteln?

Einen eigenen Schreibtisch, auf dem du die Projekte liegen lassen kannst, wenn es an die Essenszeit geht?

Bei mir sind das: Mein MacBook.

Meinen Terminplaner. Da steht mein Plan drin und meine To do-Liste.

Kopfhörer für Vorträge oder Sach-Hörbuch zur Motivation.

Wie kann dein Arbeitsplatz sich reich und produktiv anfühlen? Erfolgreich?

Kannst du auf dem Bett genau so erfolgreich sein?

Du bist eine ernstzunehmende Unternehmerin. Eine Chefin.

Nimmst du dich selbst ernst genug? Hast du einen Arbeitsplatz, der dich in deiner Chefeigenschaft unterstützt und deine Ziele mit trägt?

Und nimmst du das Geldverdienen ernst genug? Denn dazu arbeitest du: Um deinen Lebensunterhalt zu verdienen.

Und auch das geht nach dem Lustprinzip.

  1. Damit du Geld einnimmst, musst du Angebote verkaufen.
  2. Damit du etwas verkaufst, musst du Menschen darauf aufmerksam machen.
  3. Mit Werbung.

Aber die muss nicht schmierig und unehrlich sein. Gleich mehr dazu in der nächsten Lektion.