Die Steuererklärung z. B. – das Finanzamt fragt nicht, ob wir Lust drauf haben. Sie muss einfach gemacht werden.

Aber dann machen wir uns eben die Umstände so schön und lust-voll, wie wir können.

Wir können jemand anderen diese Aufgabe erledigen lassen. Das kostet dann zwar Geld, aber wenn du es partout nicht tun kannst/willst – dann investiere dieses Geld und widme dich währenddessen lieber deinem Herzensprojekt. Das Geld ist gut angelegt.

Oder wenn du sie selbst machst: Wie kannst du dir das Jahr über erleichtern, die nötigen Unterlagen zusammenzutragen?

Du kannst sie monatsweise in Ordnern ablegen, oder in einer Fächermappe mit 12 Fächern. Oder die Onlinebelege eben in digitalen Monatsordnern. So sind sie „on the go“ schon vorsortiert, das kannst du dir also schon mal ersparen.

Und dann – wenn es soweit ist:

Spüre hinein: Was brauchst du jetzt, damit es etwas angenehmer wird?

Gib dir genügend Zeit dafür. Mach sie nicht ganz auf den letzten Drücker. Klar schieben wir alle auf, das ist wohl natürliches menschliches Verhalten. Aber gönn dir trotzdem ein paar Tage zur Bearbeitung, nicht nur ein paar Stunden.

Mach’s in der letzten Woche vor dem Termin, nicht erst am Tag vorher.

Zeitdruck ist unnötiger Stress.

Die Finanzberaterin Bari Tessler schwört für solche Termine, die ihre Finanzen betreffen, übrigens auf Schokolade!

Klar, warum nicht. Nimm dir ein schönes Getränk dazu (keinen Wein, der vernebelt die Sinne und macht dich langsamer, die Sache schwieriger. Den darfst du nach getaner Arbeit genießen.)

Oder deine Lieblingspralinen.

Eine Kerze, wenn du magst.

Mach’s dir so entspannt wie möglich und bring’s hinter dich.

Um dich noch weiter zu motivieren:

Versuche, den Sinn dahinter zu finden.

Beispielsweise:

Du willst arbeiten, weil du Geld verdienen willst. Um dir einen bestimmten Wunsch erfüllen zu können. Oder um nie wieder in triste graue Büros zurück zu müssen.

Du willst deine Wohnung ordentlich und gemütlich haben. Deshalb wirst du gelegentlich aufräumen müssen.

Die Aufgabe, die grad vor dir liegt:

  1. Kannst du sie sausen lassen?
  2. Kannst du sie jemand anderen tun lassen?
  3. Wenn nicht, frag dich: Wofür tue ich sie? Was bringt sie mir?

Aber mach es dir dabei immer so einfach wie möglich

Räume nicht auf, weil du meinst, du musst.

Sondern wenn es dir grad am besten passt.

Oder nur in kleinen Portionen.

Nimm z. B. immer etwas mit, was nicht dorthin gehört, und räume es „on the go“ weg. So sind deine Räume immer aufgeräumter.

Z. B. die Teetasse von gestern Abend neben deinem Bett. Nimm sie heute früh mit, wenn du sowieso in die Küche gehst.

Das nimmst du kaum als Arbeit wahr. Lass sie nicht Junge kriegen auf deinem Nachttisch.

Den Abwasch machen / die Küche aufräumen … das wirst du auch von Zeit zu Zeit tun müssen. Aber nutze doch den Zeitpunkt, an dem es den meisten Sinn macht, dazu. Dann fällt es dir leichter. Wenn du sowieso in der Küche warten musst. Bis beispielsweise dein Essen kocht.

In der Zwischenzeit kannst du schon mal so viel abwaschen, wie du grad schaffst.

Besser als nichts. Und besser, als sich alles erst zu einem Riesenberg ansammeln zu lassen.

Du siehst, um manche Dinge kommen wir einfach nicht herum. Aber wir können sie uns trotzdem so angenehm wie möglich gestalten.