Wir können mehr in unserem Leben selbst bestimmen, als wir meinen.

Wir müssen es uns nur erlauben. Uns selbst wichtig genug nehmen. Denn das sind wir.

Ich hab das 2008 getan. Herausgekommen ist mein eigenes selbstbestimmtes Onlineunternehmen. Von Zuhause aus. Von meinem Computer aus.

Heute gibt es Unmengen erfolgreicher Unternehmer – und besonders vieler Unternehmerinnen -, die in ihrem eigenen Wohnzimmer, nur mit dem Laptop, viel Kreativität und Liebe zu sich selbst ein lukratives Unternehmen aufgebaut haben.

Das Leben ordnet sich nicht länger der Arbeit unter, sondern die Arbeit nährt und bereichert das Leben.

Und dein eigenes Unternehmen kann eine spannende Reise werden.

Meine war keinesfalls geradlinig, aber jetzt bin ich schon seit einigen Jahren dort, wo ich sein will.

Und da wäre ich nicht, wenn ich es nicht 2008 so proaktiv angegangen wäre.

Ich hatte 2008 meinen Zusammenbruch nach 12 Dienstjahren als Beamte – voller Mobbing, Ungerechtigkeit, mysteriösen Erkrankungen wie Migräne, Rheumatischen Beschwerden usw.

Ich fing an, mich zu fragen, ob ich so bis an mein Lebensende weitermachen will. Und natürlich war die Antwort: Nein.

Aber ich wusste noch nicht, wie die Alternative aussehen könnte.

Trotzdem: Ich spürte in mich hinein und erlaubte mir, mich zu fragen, was ich wirklich haben will.
Und dabei ging mir auf:

Ich möchte meine Nichten aufwachsen sehen. Also zog ich im August 2008 in die Nähe meiner Familie um.

Der andere große Wunsch war: Ich wollte schon immer mit Künstlern arbeiten. Nun habe ich Schritte in diese Richtung unternommen. Hab die Gunst der Stunde genutzt und hier bewusst eine Beschäftigung gesucht, die viel mehr in die Richtung meines Traumberufs ging.

So habe ich wenige Tage nach meinem Umzug schon mein Praktikum (meine Ausbildung) in einer Künstleragentur mit Veranstaltungsort angetreten!

Oh ja, mein 2008 war ein gewaltiges Jahr. Selbstgemacht. Aufregend, kribbelnd, spannend und so voller Wachstum, Heilung, und – in der zweiten Hälfte – freudiger Energie und Liebe.

Aber da habe ich nicht aufgehört. Ich habe 2009 eine zweite Stelle im Büro einer Musicalschule angenommen, um weiter zu lernen.

Habe die Gründung meiner eigenen Konzertagentur vorbereitet. Am 1. Juli 2009 war es schon soweit:

Mad4Music! Ich war am Ziel.

Jedenfalls vorerst.

Im Laufe der Zeit merkte ich, dass ich noch viel lieber darüber schreibe, wie man sein Leben umkrempelt, wie man es wirklich schafft, das zu leben, was man sich selbst wünscht.

Ich las mehr und mehr Bücher und Webseiten von Menschen, die das auch getan haben. Ich schrieb immer mehr darüber in meinem Blog. Du siehst – alles aktiv. Nicht durch Abwarten …

Also spaltete ich 2011 diese Blogartikel von meinem Musikblog ab.

Mein Herzensunternehmen ganzichselbst war geboren.

2010 und 2011 schrieb ich die ersten Bücher für ganzichselbst und entwickelte Kurse.

Ich war glücklich in meinem Heimbüro.

Ich lebte neue Leidenschaften, wie im Chor singen und zu Konzerten reisen und probierte kleinere Träume aus: Ukulele lernen, in einem Backgroundtrio auf der Bühne stehen, segeln.

Immer wieder bewusste Entscheidungen in die Richtung, in der ich mein Leben haben will.

Was ich am Ende meines Lebens im Rückblick sehen will, gewissermaßen.

Seit 2012 bin ich auch in einer festen Liebesbeziehung. Endlich also auch Lust in der Richtung, an die du vielleicht gleich zuerst beim Lesen des Buchtitels gedacht hast.

In meinem alten Leben hatte ich gar nicht mehr die Energie für Partnersuche, Dating, Beziehung. Ich schlurfte nur noch durch mein Leben. Im wahrsten Sinne des Wortes.

2012 und 2013 waren vor allem von meiner ersten festen Beziehung geprägt und davon, mein Onlineunternehmen voran zu bringen.

Ich fühlte mich … lebendig!

Ende 2014 formte sich in mir und meiner Schwester ein neuer Wunsch: Wir wollten unsere bisherigen Onlinetätigkeiten in die wahre Welt bringen und in Dresden ein Seminarzentrum für ein bewusstes Leben als Frau eröffnen.

Frauengesundheit, gesunde Ernährung, bewusste Entscheidungen für das Leben als du selbst.

Also brainstormten wir in einer Telefonsitzung im November 2014, wie das aussehen soll, noch im November lief uns der Name „Xanthippe“ zu, der passte, wie die Faust auf’s Auge.

Im Dezember hatte meine Schwester die perfekten Räume gefunden. Wir machten die Mietanfrage.

Im Januar bis März/April 2015 informierten wir uns darüber, welche Unterlagen und Genehmigungen wir brauchen werden, klapperten Steuer- und Unternehmensberater und sämtliche nötigen Behörden ab, fragten dort um Rat, wenn wir nicht selbst weiter wussten – und bekamen überall freundliche Hilfe.

Wir erstellten, durchzitterten und gewannen eine Crowdfunding-Kampagne, mit der wir das Startkapital für die Eröffnung bekamen.

Wir verloren die ersten Räume gegen einen Mitbewerber.

Fanden die zweiten, viel besseren Räume, renovierten sie innerhalb eines Monats.

Und dort feierten wir am 1. Juni 2015 Eröffnung unseres Seminarzentrums und Frauencafés.

Eine Kursteilnehmerin sagte mal über mich:

„[Du bist] … unsere Göttin der schnellen Ergebnisse – gesagt, getan.“ (Cerise)

Aber genau so machst du deine Lebensträume auch wahr.

Nicht, indem du abwartest. Auf den perfekten Moment oder darauf, dass du bereit bist.

Das wirst du so nie sein.

Du musst einfach anfangen!

Vielleicht gehst du noch nicht sofort in die Richtung, die dein Leben bis zum Ende haben wird.

Aber alles ist doch besser, als in der Krise zu verharren, statt den Ausweg zu suchen.

Bis 2008 hatte ich viele Träume – aber ich bin nur dahin gedümpelt und hab gelitten und gejammert.
Ich schwamm so mit. Ich vergeudete mein Leben.

Schlimmer noch: Ich war unglücklich, habe mich beklagt, habe gelitten und gewartet, dass es besser werden würde.

Bis 2008 bin ich immer nur mitgelaufen. Habe re-agiert, statt selbst zu entscheiden. Habe das gemacht, was andere für mich geplant hatten. Habe so dahin gelebt, wie das eben alle tun.

Ich hatte so viele Träume. Aber ich habe keinen davon wahr gemacht. Statt dessen habe ich gejammert.

Jahr für Jahr war ich frustriert, weil ich wusste, wie das nächste Jahr aussehen würde: Nämlich ganz genau so – fremdbestimmt, ausgebrannt, gemobbt, eintönig.

2007/08 waren mir schließlich meine verbleibenden Lebensjahre zu schade dafür!

Seit 2008 hat mein Leben Tiefe – und Abenteuer.

Nun hatten wir also 1 1/2 Jahre lang unser „Xanthippe“-Seminarzentrum mit veganer Suppenbar.

2015 war das Jahr in unserem Leben, in dem wir bisher am meisten gewachsen und gereift sind.

2015 und 2016 waren Jahre voller harter Arbeit, voller Erfolgserlebnisse, voller Begegnungen, voller Möglichkeiten des Wachstums. Es waren aufregende, tolle Jahre.

Ende 2016 gaben wir dennoch die Ladenräume wieder ab und fokussieren uns wieder mehr auf die eigentliche Arbeit, die wir mit den Frauen und in Frauenkreisen tun wollen.

Wir führen seit 2017 die Frauenworkshops in projektweise für den Abend oder das Wochenende angemieteten Räumen durch, statt Monat für Monat zuviel Miete allein für die Räume erarbeiten zu müssen.

Es war eine ganz praktische Lernerfahrung, es waren spannende und schöne Jahre in diesen eigenen Räumen. Jetzt entwickeln wir das Unternehmen nochmals weiter.

Das Leben spüren, statt Stillstand Jahr für Jahr. Ich hatte wieder Lust!

Seit 2008 spüre ich das Leben wieder.

Im Büro meiner alten Beamtenstelle fühlte ich immer weniger. Ich war abgestumpft, mutlos, ohne Energie und Perspektive.

Mein Leben geht weiter und weiter – ich stehe nicht still, ich entwickele mich von Jahr zu Jahr

Kannst du das von deinem auch sagen?

Hast du noch Lust auf’s Leben? Auf neue Aufgaben? Darauf, weiterzukommen – aber nicht, weil jemand das für deine Karriere so vorgesehen hat, sondern mit Herzensdingen?

Was liegt dir am Herzen? Was willst du noch erleben? Oder erreichen?

Was sind deine Lebensträume?

Ich hoffe, du siehst anhand meiner Ausführungen, dass es wirklich möglich ist, sich eine Idee in den Kopf zu setzen, wie man wirklich leben will, und sie dann Schritt für Schritt anzugehen und umzusetzen.

Und manchmal auch wieder aufzugeben. Das ist gar nicht schlimm. Schlimm ist nur, es gar nicht zu versuchen, wenn es ein großer Traum von dir ist.

Es geht nicht immer nur bergauf. Es gibt auch Plateaus. Und auch mal Unterbrechungen oder Umwege, mit denen du nicht gerechnet hast.

Aber nur zu streben und zu powern wäre doch auch anstrengend.

Wir müssen auch mal die Aussicht genießen. Rekalibrieren. Wo wollten wir eigentlich hin?